Job Shadowing am Lycée Alfred Kastler in Talence/Bordeaux

Job Shadowing am Lycée Alfred Kastler in Talence/Bordeaux

Das Erasmus+ Programm der Europäischen Union ermöglichte vor kurzem zwei Lehrkräften des BSZ Amberg für drei Tage dem Unterrichtsgeschehen an einer berufsbildenden Schule in Frankreich, einem sogenannten Lycée professionnel, beizuwohnen. Das Lycée Alfred Kastler befindet sich in Bordeaux, genauer gesagt in unmittelbarer Nähe zur Universität, im Stadtteil Talence.

Bernhard Mikuta, Schulleiter der Staatl. Technikerschule Amberg interessierte sich vor allem für die Physik- und Mathematikstunden und für den Unterricht im Fach Elektrotechnik. Melanie Müller konnte im Englischunterricht in verschiedenen Klassenstufen des Lycées hospitieren und auch den Französischunterricht besuchen, der sich in der französischen Oberstufe vor allem auf Sachliteratur und literarische Texte bezieht.

Ziel dieses Besuches war nicht nur, den fachlichen und freundschaftlichen Austausch unter europäischen Kollegen zu fördern, sondern auch, um zu sehen, wie der Lehrplan und der Lehrstoff in einem anderen Schulsystem pädagogisch und fachlich umgesetzt werden. Diese Erkenntnisse wurden in den jeweiligen Fachsitzungen später an die Kollegen in Amberg weitergegeben.

Außerdem wäre ein künftiger Schüleraustausch der Staatl. Technikerschule Amberg mit einer BTS Klasse in Talence vorstellbar. Die Schüler einer BTS Klasse streben den Abschluss der Berufsfachschule für Fachabiturienten (brevet de technicien supérieur) an. Sie haben bereits einen französischen berufsqualifizierenden Abschluss, das sogenannte BEP (brevet d’études professionnel) absolviert und könnten somit bereits in die Berufswelt eintreten. Allerdings haben sich diese dazu entschlossen, sich in einer zweijährigen zusätzlichen fachspezifischen Ausbildung weiter zu qualifizieren.

Ein weiterer Schüleraustausch könnte zukünftig mit den Schülerinnen und Schülern des FOS12 Wahlpflichtfaches „Französisch Fortgeführt“ und den Deutschlernern der BAC pro und BAC technologique Klassen stattfinden. Die französischen Schülerinnen und Schüler lernen im dritten Jahr Deutsch und könnten durch die praktische Anwendung motiviert werden, mehr Energie in die zweite Fremdsprache zu investieren.

Europaweit Kontakte mit anderen Schulen zu knüpfen ist nicht nur eine Bereicherung für unsere Schülerinnen und Schüler, sondern auch für uns Lehrerinnen und Lehrer.

Melanie Müller

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