"Horror – mal gruselig, mal humorvoll" (Mittelbayer. Zeitung)

"Horror – mal gruselig, mal humorvoll" (Mittelbayer. Zeitung)

Gruselclowns und Vampire gesellten sich zum Publikum in der komplett gefüllten Aula des BSZAM. Die 13. Klassen der FOS/BOS Amberg veranstalteten am vergangenen Donnerstagabend ihre bereits achte „Movie-Night“. Die Filme in diesem Jahr standen unter dem Motto „Let the horror begin“.

Thomas Stahr, Schüler der BOS, führte eloquent und elegant durch den Abend. Zehn Filme wurden insgesamt gezeigt. In der Pause konnten sich die Zuschauer von den Filmen „erholen“ und sich für den noch kommenden Horror mit Getränken und Speisen stärken. Vor jedem Film hatte die Filmcrew eine kurze Einlage geplant. So wurden beispielsweise passend zum Film kleine Fruchtgummipilze verteilt oder ein Skype-Anruf inszeniert.

Die Jugendlichen wurden nicht nur als Kameraleute und Regisseure tätig, sondern auch als Visagisten, Beleuchter, Schauspieler und Tontechniker. Gedreht wurde an Lagerfeuern, in heimischen Küchen und auf der Polizeiwache in Amberg. Aufgefahren wurden unter anderem auch ein Traktor und ein Feuerwehrauto.

Die Jugendlichen näherten sich dem Thema auf zweierlei Weise. „Biercula“, „Flori Goldstahl“ und „Hoguera Chillido – Horror mal anders“, waren als Komödien angelegt. Der „Biercula“ war ein Vampir, der das Blut von alkoholisierten Menschen trinken musste. In „Hoguera Chillido“ wurde analysiert, vor was der Durchschnittsmensch den größten Horror hat: nach einem Unfall und anschließender OP mit Brüsten aufzuwachen zum Beispiel. „Flori Goldstahl“ dagegen führte ein Interview mit einem mutmaßlich Verrückten, der eine Freundin sucht. Gleichzeitig wurde in Interviews gezeigt, vor was der Durchschnittsbürger Angst hat.

Die anderen sieben Filme („Mania“, „Mutterliebe“, „Du hast die Wahl“, „Happy Halloween“, „Für immer Emilia“, „L’Impulsion“ und „Flashback“) waren als klassische Horrorfilme angelegt, teils mit humoristischen Zügen. Die Geschichten handelten von imaginären Freunden, Drogentrips, Paranoia und Erscheinungen aufgrund von Schuldbewusstsein. „Happy Halloween“ und „Für immer Emilia“ schafften es, eine sehr einnehmende Geschichte zu erzählen. Die Kamera- und Schnitttechnik war bei allen Filmen gut durchdacht und eingesetzt. „Flashback“ stach dabei heraus.

Im Horror-Genre ist natürlich das Kostümieren und Schminken ein wichtiger Bestandteil. Da wurden weder Zeit noch Mühen gespart, um gute Ergebnisse zu erzielen. Vor allem „Du hast die Wahl“ und „Happy Halloween“ waren sehr kreativ. Bewundernswert war auch, wie die Schüler es schafften, ihre Geschichten zu erzählen, selbst wenn es bei der Produktion des Films augenscheinlich Hindernisse gab.

„Ohne Sie wäre das alles nicht möglich gewesen“, dankte Thomas Stahr abschließend allen beteiligten Lehrern. Besonders aber dankten die Schülerinnen und Schüler ihrer Lehrerin Silvia Heid, die die Hauptorganisatorin des Abends war. Den Trailer finden Sie unter VENI VIDI Movie Night 2017.

Text/Gruppenbild unten: Christian Danzer, Mittelbayer. Zeitung vom 18.03.2017
Bild oben: Thomas Amann, Amberger Zeitung vom 18.03.2017

Movie Night 2017 - Impressionen

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