How to be the best teacher?
How to get the best teacher?
Sonntagabend in einem kleinen Fischerdorf unweit von Reykjavik: Nach der Anreise saßen 26 Lehrerinnen und Lehrer aus zehn verschiedenen Ländern erstmals zusammen, um eine Woche lang Island als Klassenzimmer zu nutzen. Beim Kennenlernen ging es weniger um große Ankündigungen als um Erwartungen, eine gewisse Neugier und die ersten Eindrücke der beeindruckenden Landschaft, die sich bereits bei einem kurzen Abendspaziergang durch das Dorf erleben ließ.
Am Montag hieß es: raus aus dem Klassenzimmer. Der erste volle Kurstag begann in Hveragerði mit der Frage, wie sich die Landschaft einer Region als Lernort erschließen lässt. Im Seminar ging es um die Erasmus-Idee und darum, Unterricht als Auftrag und Verantwortung zu verstehen. Anschließend führte die Exkursion zu einigen der bekanntesten Naturwunder Islands: Þingvellir, dem Geysir und dem Wasserfall Gullfoss. Zwischen den Stationen blieb genügend Zeit, verschiedene Unterrichtsmethoden direkt vor Ort auszuprobieren und praktisch zu erproben. Der Tag klang bei einem internationalen Abend mit vielfältigen Begegnungen und Gesprächen aus.
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Am Dienstag eröffnete ein Vortrag zum Thema „Spiel als Werkzeug für Lernen und Entwicklung“ den Tag, bevor es zu Fuß in das Tal Reykjadalur ging. Im anschließenden Workshop wurden verschiedene Spielformen für unterschiedliche Unterrichtsfächer erprobt. Nach der Wanderung boten die heißen Naturquellen des Tals eine willkommene Möglichkeit zur Entspannung. Den Abend gestalteten die Teilnehmenden selbst und präsentierten in Kurzvorträgen eigene Ideen und Projekte.
Tags darauf stand am Vormittag der Besuch einer isländischen Grundschule auf dem Programm, die für ihren innovativen pädagogischen Ansatz bekannt ist. Am Nachmittag folgten ein Vortrag und ein Workshop zum fächerübergreifenden Lernen sowie zu Projekttagen. Anschließend führte eine Wanderung zu einem Lavafeld bei Grindavík, das noch vor kurzer Zeit vulkanisch aktiv gewesen war.
Am Donnerstag lautete das Thema „Mit allen Sinnen draußen“. Ein praxisnahes Seminar zur Outdoor-Umweltbildung vermittelte Methoden und Übungen, bei denen die bewusste Wahrnehmung der Natur im Mittelpunkt stand. Mitten in Reykjavik wurde anschließend deutlich, wie Lernen im Freien auch im urbanen Raum erfolgreich umgesetzt werden kann. Wer darüber hinaus noch Zeit und Interesse hatte, nutzte die Gelegenheit für einen Besuch des Museums Perlan. Den Abschluss des Tages bildete ein gemeinsames Abendessen in der Stadt.
Der letzte Kurstag stand ganz im Zeichen der Reflexion. Gemeinsam wurde ausgewertet, welche Erfahrungen und Impulse aus der Fortbildung in den eigenen Schulalltag übernommen werden können. Es entstanden konkrete Aktionspläne für die Schulen der Teilnehmenden, und bei der Zertifikatsübergabe wurde noch einmal sichtbar, wie viel innerhalb weniger Tage gemeinsam erarbeitet worden war. Mit dem offiziellen Programmende um 13 Uhr in Reykjavik endete die Fortbildung. Viele Teilnehmende nutzten jedoch die Gelegenheit, den Austausch bei einem gemeinsamen Mittagessen fortzusetzen und die Woche in geselliger Runde ausklingen zu lassen.
Tanja Stiegler