FOS auch wieder in diesem Jahr ein Klasse(n)publikum

FOS auch wieder in diesem Jahr ein Klasse(n)publikum

Auch in diesem Schuljahr konnten theaterbegeisterte Schülerinnen und Schüler der FOSBOS Amberg ein Theaterabonnement des Amberger Stadttheaters erwerben.

Dieses Mal startete das Theaterabonnement des Amberger Stadttheaters mit „Aus dem Nichts“ – einem Politthriller nach dem gleichnamigen Film von Fatih Akin allerdings ziemlich ernst. Zu dieser Vorstellung wurde sowohl eine Einführung als auch eine Nachbesprechung direkt im Anschluss angeboten, in der sich das Publikum mit den Schauspielerinnen und Schauspielern über die Hintergründe des Stücks, welches sich auf die deutschen NSU-Morde bezieht, austauschen konnte.

Auf die zweite Darstellung „#Je suis“, eine Choreografie des vielfach ausgezeichneten Aakash Odedras für seine eigene Compagny, waren alle Beteiligten sehr gespannt und wurden nicht enttäuscht. Das eindrucksvolle Tanztheater setzte sich mit verschiedenen Formen von Unterdrückung auseinander. Am folgenden Musik/Hör/Spiel schieden sich die Geister: Während einige die „Geschichten von der allgemeinen Undurchschaubarkeit“ als sehr unterhaltend empfanden, kam die Darstellung von Götz Schubert, der Geschichten von verschiedenen Autorinnen und Autoren eindrucksvoll auf der Bühne wiedergab und dabei musikalisch von Manuel Munzlinger unterstützt wurde, bei manchen Schülern nicht so gut an.

Für die beiden folgenden Klassiker „Madame Bovary“ von Gustave Flaubert und „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt waren die Schülerinnen und Schüler zum Teil mit Textkenntnis ausgestattet und lobten die Vorstellungen als kurzweilig sowie amüsant.

Den Abschluss des Abos bildete in diesem Schuljahr das Zwei-Personen-Stück „Konstellationen“ von Nick Payne, das von den anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern als Höhepunkt auserkoren wurde. In diesem zugleich unterhaltsamen und berührenden Gedankenspiel trifft Suzanne von Borsody als Quantenphysikerin Marianne auf einer Grill-Party den Imker Roland (Guntbert Warns) und es wird gezeigt, welche verschiedenen Wege das Leben nehmen kann – oder eben auch nicht.

Alexandra Ries

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