Bilder sagen mehr als Worte - Siegerehrung "mittenimpraktikum“

Anlässlich des 50-jährigen Schuljubiläums der FOSBOS fand in diesem Jahr erstmals ein Fotowettbewerb unter dem Motto „mittenimpraktikum“ statt.

Unter allen Einsendungen wurden von der Jury die drei besten Fotos ausgewählt. So unterschiedlich die prämierten Fotomotive auch sind, so ist allen Bildern dennoch eines gemeinsam. Sie zeigen einen Augenblick „mitten im Praktikum“, der den Schülerinnen und Schülern auch nach dem Ende ihrer Ausbildung noch lange eindrucksvoll in Erinnerung bleiben wird. Vielen Dank an die Preisträger, dass wir hieran teilhaben durften.

Geehrt wurden Erika Groß (1. Platz, FS11c); Niklas Bauer (2. Platz, FW11b) und Talia Bachler (3. Platz, FW11a).

Frau Taubmann und Frau Fütterer übergaben den Schülern persönlich den vom Elternbeirat gespendeten Geldpreis in Höhe von jeweils 50 Euro, 30 Euro und 20 Euro. Zudem erhielten die drei Preisträger eine Ehrenurkunde unterzeichnet von der Schulleitung und der Leiterin der Fachpraktischen Ausbildung.

Annette Heinritz

 

FOS auch wieder in diesem Jahr ein Klasse(n)publikum

Auch in diesem Schuljahr konnten theaterbegeisterte Schülerinnen und Schüler der FOSBOS Amberg ein Theaterabonnement des Amberger Stadttheaters erwerben.

Dieses Mal startete das Theaterabonnement des Amberger Stadttheaters mit „Aus dem Nichts“ – einem Politthriller nach dem gleichnamigen Film von Fatih Akin allerdings ziemlich ernst. Zu dieser Vorstellung wurde sowohl eine Einführung als auch eine Nachbesprechung direkt im Anschluss angeboten, in der sich das Publikum mit den Schauspielerinnen und Schauspielern über die Hintergründe des Stücks, welches sich auf die deutschen NSU-Morde bezieht, austauschen konnte.

Auf die zweite Darstellung „#Je suis“, eine Choreografie des vielfach ausgezeichneten Aakash Odedras für seine eigene Compagny, waren alle Beteiligten sehr gespannt und wurden nicht enttäuscht. Das eindrucksvolle Tanztheater setzte sich mit verschiedenen Formen von Unterdrückung auseinander. Am folgenden Musik/Hör/Spiel schieden sich die Geister: Während einige die „Geschichten von der allgemeinen Undurchschaubarkeit“ als sehr unterhaltend empfanden, kam die Darstellung von Götz Schubert, der Geschichten von verschiedenen Autorinnen und Autoren eindrucksvoll auf der Bühne wiedergab und dabei musikalisch von Manuel Munzlinger unterstützt wurde, bei manchen Schülern nicht so gut an.

Für die beiden folgenden Klassiker „Madame Bovary“ von Gustave Flaubert und „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt waren die Schülerinnen und Schüler zum Teil mit Textkenntnis ausgestattet und lobten die Vorstellungen als kurzweilig sowie amüsant.

Den Abschluss des Abos bildete in diesem Schuljahr das Zwei-Personen-Stück „Konstellationen“ von Nick Payne, das von den anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern als Höhepunkt auserkoren wurde. In diesem zugleich unterhaltsamen und berührenden Gedankenspiel trifft Suzanne von Borsody als Quantenphysikerin Marianne auf einer Grill-Party den Imker Roland (Guntbert Warns) und es wird gezeigt, welche verschiedenen Wege das Leben nehmen kann – oder eben auch nicht.

Alexandra Ries

 

More than just a “good job“ – 3. Platz bei Battle of the Books

Gewappnet mit ihrem Wissen über zehn englischsprachige Romane vom Klassiker wie "To Kill a Mockingbird" von Harper Lee bis hin zum aktuellen Bestseller wie "The Hate U Give" von Angie Thomas zogen 15 Schülerinnen und Schüler der FOSBOS Amberg in die Battle of the Books, ausgerichtet vom Deutsch-Amerikanischen Institut in Nürnberg.

Am Ende eines unglaublich spannenden Wettbewerbs errangen unsere fleißigen Leserinnen und Leser einen hervorragenden 3. Platz von insgesamt 15 Schulen (13 Gymnasien und 2 Berufliche Oberschulen) und durften sich auf dem Podium bejubeln lassen.

Dabei zeigten sie nicht nur ihre Sprachkompetenz und ihre Textkenntnis, sondern bewiesen auch die erforderliche Schnelligkeit am Buzzer und die nötige Coolness und Nervenstärke, um in diesem aufregenden Contest so erfolgreich sein zu können.

Und wie Moderatorin Meghan Gregonis, Generalkonsulin der Vereinigten Staaten in München,  sagte: Books are the key to the future“ …

So keep reading!

Katinka Glombitza

 

Auf Spurensuche: „Der ökologische Fußabdruck“

Die Schülerinnen und Schüler des BSZ Amberg konnten Anfang März  den Parcour "Der ökologische Fußabdruck" - eine Leihgabe des Solarenergie-Fördervereins Amberg - in der Turnhalle erkunden.

Ziel war, dass sich die Jugendlichen Gedanken über ihren persönlichen Lebensstil zu den Schwerpunktthemen Konsum, Energie, Mobilität, und Ernährung machen.

Mit Hilfe eines Laufzettels mussten insgesamt 36 einfache Fragen innerhalb einer Schulstunde zum eigenen Lebensstil beantwortet werden. Je nach persönlicher Einschätzung wurden die entsprechenden Punkte selbst vergeben und schließlich zusammengezählt. Aus der Gesamtpunktzahl ergab sich eine grobe Einschätzung, ob man (nach entsprechender Hochrechnung auf die Weltbevölkerung) mit seinem derzeitigen Konsumverhalten weniger als eine Erde oder bis zu vier Erden verbrauchen würde.

31 Klassen haben das Angebot angenommen. Die Schülerinnen und Schüler fanden die Aktion sehr interessant und wunderten sich letztlich über ihren dann doch recht hohen durchschnittlichen Verbrauch von zwei bis drei Erden.

Christian Prüfling

 

"Dein Leben. Dein Wasser."

In diesem Schuljahr machten sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen FW11a und c im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung auf dem Weg nach Schierling zur Labertaler Heil- und Mineralquellen Getränke Hausler GmbH.

Labertaler ist ein familiengeführter mittelständischer Mineralbrunnenbetrieb. Neben der Förderung des bekannten natrium- und kochsalzarmen Mineralwassers „Stephanie Brunnen“ stellt Labertaler Erfrischungsgetränke her.

Zentrale Frage war, wie das Mineralwasser und die Erfrischungsgetränke in die Flaschen kommen. Der Rundgang führte uns durch die Produktionshallen und das hochmoderne Hochregallager. In dem 90 Meter langen und 24 Meter breiten Hochregallager ist auf elf Ebenen Platz für über 15.000 Paletten. Besonders beeindruckend war die hochmoderne Technik: moderne Abfüllanlagen, fahrerlose Transportsysteme und ein vollautomatisches Hochregallager sind nur Beispiele.

Umwelttechnisch setzt Labertaler auf hochwertiges PET-Material. Besonders interessant ist dabei, wie aus kleinen Preforms (vorgefertigte Rohlinge) die PET-Flaschen geblasen werden. Die PET-Flaschen kommen in der Kiste wieder zum Mineralbrunnenbetrieb zurück und werden dort recycelt. Das PET-Recyclat wird dann als hochwertiger Wertstoff wieder zurück in den Wirtschafts- und Warenkreislauf geführt und dient so u.a. zur Herstellung neuer Getränkeflaschen. Mit diesem System verzichtet Labertaler auf sehr viel Chemie, die man benötigen würde, um eine PET-Flasche zu waschen.

Der rundum interessante und spannende Besuch mit vielen Eindrücken und Informationen wurde dann mit einer Verkostung der Labertaler Produktvielfalt abgerundet.

Heidi Selch-Witt

 

Wie ist es eigentlich an der FOS?

Wie schon in den vergangenen Schuljahren fand auch heuer wieder ein Kooperationsprojekt zwischen der Schönwerth-Realschule und der FOSBOS Amberg statt.

Als Modell wurde der sogenannte Kombikurs angeboten, der sowohl an der Realschule als auch an unserer FOS stattfand. Dies bedeutete, dass die Realschülerinnen und -schüler der 9. Jahrgangsstufe im zweiten Halbjahr des vergangenen Schuljahres Kurse in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch besuchen. Diese sind inhaltlich auf die Anforderungen der FOS ausgelegt. Von Seiten der Schönwerth-Realschule wurde die Kooperation von Herrn Schön, dem dortigen Beratungslehrer, hervorragend begleitet.

Seine Fortsetzung fand der Kombikurs von Ende September bis Ende Januar diesen Schuljahres nun an der FOSBOS - für die sich nun in der 10. Klasse der Realschule befindenden Schülerinnen und Schüler. Die Kurse fanden am Mittwochnachmittag statt und dauerten zwei Schulstunden. Als Unterrichtsform wurde der Projektunterricht gewählt, in dem innerhalb von neun Schulwochen in den Werkstätten der fachpraktischen Ausbildung an einem Projekt gearbeitet wurde. Die Entscheidung fiel für die Form des Projektunterrichts nicht zuletzt aus dem Grund, um die Schüler an eigenständige Arbeitsformen heranzuführen. Angeleitet wurden die Realschüler hier durch die erfahrenen Werkstattausbilder Martin Strobel und Matthias Süß.

Parallel zu den praktischen Inhalten erhielten die künftigen FOS-Schülerinnen und -Schüler auch einen Einblick in die Fächer Englisch, Mathematik, Pädagogik/Psychologie, Gesundheitswissenschaften sowie Betriebswirtschaft. Neben einer Schulhausführung gab es noch weitere Informationen zu den verschiedenen Ausbildungsrichtungen und erzielbaren Schulabschlüssen.

Vor allem die Einbindung der Werkstätten sollte an dieser Stelle nochmals besonders hervorgehoben werden, handelt es sich doch bei diesen um ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal unserer Schule, welches bei möglichen zukünftigen Schülern auch als solches ins Bewusstsein treten sollte.

Am letzten Termin erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kombikurses entsprechende Zertifikate, welche ihren hervorragenden Einsatz über die normale Unterrichtszeit hinaus würdigten.

Resümierend bleibt festzuhalten, dass die Konzeptionierung seitens der Schülerinnen und Schüler sehr positiv aufgenommen wurde. Sie fühlten sich allesamt wohl an unserer Schule und bewerteten auch die Projektarbeit als bereichernd. Somit wird auch im kommenden Schuljahr an Kombikursen in Projektform festgehalten werden.

Georg Hirmer

 

"Schlau - statt blau!"

Mehrere Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen des Gesundheitszweiges an der FOSBOS Amberg durften im Rahmen des halbjährigen Schulprojekts „Schlau statt Blau“ - in Kooperation mit dem JUZ-Klärwerk und der Kommunalen Jugendarbeit Stadt Amberg/Amberg-Sulzbach - als Guides an Schulen fahren, um Jugendliche über Alkoholmissbrauch aufzuklären.

U.a. waren vier Schülerinnen und Schüler der Klasse FG11a an der Hahnbacher Mittelschule. Nach einer kurzen Begrüßung der zwei teilnehmenden Klassen begannen die Guides mit dem ARD-Film „Komasaufen“, der sich mit den Alkoholexzessen von Jugendlichen aus vermeintlich gutem Hause beschäftigt. Nachdem der Film besprochen und analysiert worden war, wurden die Klassen in zwei gleich große Gruppen aufgeteilt, um an den vorbereiteten Workshops der Guides teilzunehmen.

Im ersten Workshop mussten die Schülerinnen und Schüler ein Jugendschutz-Quiz lösen, in dem viele Fragen rund um die Gesetze von Heranwachsenden gestellt wurde.

Der zweite Workshop bestand aus mehreren Stationen, die die Schüler mit sogenannten Rauschbrillen absolvieren sollten. Diese Brillen sind eine Spezialanfertigung zur Simulation von relativer oder absoluter Fahruntüchtigkeit unter Alkoholeinfluss. Mit dem Einsatz unterschiedlicher Ausführungen können verschiedenen Promillewerte dargestellt werden. Dabei durften die Jugendlichen beispielsweise über gerade Linien laufen oder an dem Geschicklichkeitsspiel „Eierlauf“ teilnehmen.

Danach wurden die zwei Gruppen wieder zusammengeführt und durften gegeneinander in einem Quiz antreten. Dieses bestand aus drei Kategorien, bei denen die Schülerinnen und Schüler Fragen beantworten oder Zeichnungen und Pantomime erraten konnten.

Verknüpft mit viel Spaß lernten sie dadurch sehr interessante Fakten über den Alkoholkonsum.

Emma Frank, FG11a

 

Das FOS-Leben ist kein Ponyhof – oder doch?

Im Rahmen der Fachpraktischen Ausbildung an der FOSBOS Amberg waren die Schülerinnen und Schüler des Gesundheitszweiges - die Klassen FG11a und FG11b - sowie der Klasse FSW11d im Reittherapiezentrum in Weiden.

Die Leiterin, Katja Süß, erklärte den Jugendlichen zunächst die Unterschiede zwischen Hippotherapie, therapeutischem Reiten und Reitsport für Menschen mit Behinderung.

Zudem stellte die Referentin der Besuchergruppe verschiedene medizinisch-therapeutische und sozialpädagogische Berufsmöglichkeiten im Zusammenhang mit Pferd und Reiten vor. Im Reittherapiezentrum arbeiten derzeit verschiedene Berufsgruppen wie Physiotherapeuten, Sozialpädagogen und Reitlehrer.

Im Anschluss daran gab es eine Reiterhofführung und eine Vorstellung der fünf Therapiepferde.

Besonders begeistert waren die Schülerinnen und Schüler von der Möglichkeit, eigene praktische Erfahrungen auf dem Pferd zu machen. Sie durften die Hippotherapie ausprobieren, indem sie mit einem speziellen Lifter auf das Therapiepferd gehoben wurden und in der Reithalle die Gangart des Pferdes mit den eigenen Bewegungen in Bein, Hüfte und Rücken nachempfunden haben.

Unter Aufsicht und Anleitung von Frau Süß setzten einige Schülerinnen und Schüler auch das therapeutische Reiten um. Hierbei geht es vor allem um soziale Aspekte, die zwischen Mensch und Tier aufgebaut werden. Ziel dieser Therapieform kann beispielsweise sein, dass ein Vertrauen in sich selbst und in den Menschen, der das Pferd führt, entstehen soll und somit das eigene Selbstbewusstsein des Therapieteilnehmers gestärkt wird.

Trotz eisiger Temperaturen war die Exkursion ein voller Erfolg.

Elisa-Marie Peil

Die unendlichen Themenwelten der Technik

Alle Jahre wieder pilgern Klassen des BSZ Amberg nach Nürnberg zur größten Messe für Automatisierungstechnik in Europa.

Am ersten Messetag besuchten Schülerinnen und Schüler der FOS Amberg im Rahmen der Fachpraktischen Ausbildung die Messe.

Am zweiten Tag machten sich dann die Studierenden der Staatl. Technikerschule sowie eine Mechatronikerabschlussklasse der Berufsschule gemeinsam mit den Lehrkräften M. Seidl, M. Eckl und H. Prölß auf zur Fachmesse.

Den Abschluss bildeten die Schülerinnen und Schüler einer Abschlussklasse der Elektroniker für Geräte und Systeme zusammen mit zwei weiteren Mechatronikerklassen und den begleitenden Lehrkräften M. Friedl, M. Seidl, S. Eichmüller und H. Prölß. Jeder, der die SPS-Messe schon einmal besucht hat, weiß, wie vollgestopft die Züge, U-Bahnen und Straßen auf dem Weg zu diesem Event sind. So war für unseren Rollstuhlfahrer die größte Herausforderung sicherlich die Anreise. Glücklicherweise sind die meisten Messehallen ebenerdig und rollstuhlfahrerfreundlich.

In den inhaltlich sehr gut strukturierten Hallen konnten sich die Besucher zu den ThemenschwerpunktenSteuerungstechnik, IPCs, elektrische Antriebstechnik, Bedienen und Beobachten, industrielle Kommunikation, industrielle Software, Interfacetechnik, mechanische Infrastruktur sowie Sensorik informieren. Sehr interessant waren auch die Innovationen im Bereich Industrie 4.0 mit dem Datenaustausch über OPC UA, Internet of Things (IoT), kollaborierenden Robotern sowie selbstfahrenden Flurförderfahrzeugen.

Auch für das nächste Jahr ist die Fachmesse schon wieder für alle fest eingeplant. Wichtige Erfahrung dieses Jahr: Selbst für Rollstuhlfahrer ist es machbar - vor allem wenn die Mitschüler und Lehrkräfte Inklusion leben.

Hermann Prölß

 

Zu Besuch im bayerischen Zentrum der Politik

Kaum im politischen Zentrum Bayerns angekommen, fanden die Schülerinnen und Schüler - neben einer kleiner Stärkung - einen "Organisationsplan des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat" sowie mehrere unterschiedlich dicke Broschüren über die Staatsregierung vor. Hiermit konnten sie sich zunächst selbstständig einen ersten Überblick über das Ministerium und die aktuelle Staatsregierung verschaffen.

Im Anschluss erfolgte eine arbeitsteilige Gruppenarbeit, bei der sich die Klassen mit aktuellen Nachrichtenmeldungen aus der Tagespresse befassten und diese anhand des bereits erwähnten Organisationsplanes des Ministeriums, dem entsprechenden Referat zuordneten. So wurde das Kennenlernen der Aufgabenbereiche des Staatsministeriums zu einer spannenden Angelegenheit – und eben kein trockener Vortrag.

Während des Rundgangs durften die Schülerinnen und Schüler im Büro von Staatsminister Albert Füracker Platz nehmen und wurden sogar persönlich von ihm begrüßt: per Video-live-Übertragung aus dem zweiten Sitz des Ministeriums in Nürnberg.

Durch eine „geheime“ Tür im Schrank ging die Führung weiter in den grünen und blauen Salon, der sonst nur besonderen Staatsgästen vorbehalten ist. Die Schülerinnen und Schüler erhielten während des Rundgangs nicht nur viele interessante Details zum Gebäude, sondern erfuhren auch, dass ein Staatsminister nicht unbedingt über Vorkenntnisse im Bereich des von ihm übernommenen Ressorts verfügen muss: so ist es auch im Fall von Herrn Füracker, der beruflich eigentlich Landwirt ist. Vielmehr bekommt der Minister die - für den jeweiligen von ihm wahrgenommen Termin - benötigten Vorabinformationen durch die Mitarbeiter des Ministeriums. Dies erfolgt aufgrund des Zeitdrucks in der Regel auf dem Weg von einem Termin zum nächsten, wodurch der Minister einer steten Arbeitsbelastung ausgesetzt ist.

Nach dem Mittagessen ging es mit einem Fachvortrag zum Thema Länderfinanzausgleich weiter, der die Komplexität des Themas deutlich machte. Der letzte Tagesordnungspunkt im Ministerium war ein politisches Wissensquiz, bei dem zwei Gruppen gegeneinander antraten und ihr Wissen unter Beweis stellten. Die Sieger wurden mit einem Webcamcover belohnt.

In der fußläufig entfernten Bayerischen Staatskanzlei erwartete die Schülerinnen und Schüler zunächst eine strenge Sicherheitskontrolle. In der Orangerie der Staatskanzlei brachte der Beauftragte der Landeszentrale für politische Bildung, Herr Baar, den Jugendlichen das aktuelle Kabinett näher. Er gab auch einen Einblick in die Geschichte und Architektur des Gebäudes – wie dem gläsernen Aufzug, welcher nicht nur die Nähe zum Bürger und einen Einblick in das politische Geschehen für den Bürger vermitteln, sondern auch das geschäftige Treiben der Politiker sichtbar werden lassen soll.

Alles in allem war es für jeden ein sehr schöner, spannender und interessanter Tag, der allen neue Einsichten in die Arbeit der bayerischen Politiker sowie einen Zuwachs an Wissen zu historischen Fakten brachte und bei dem einen oder anderen vielleicht auch ein größeres Interesse an Politik.

Marion Weiß

 

Klimaschutz - Was tut die EU?

Ismail Ertug, Abgeordneter des Europäischen Parlaments (Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament), besuchte vor kurzem das BSZ Amberg. Einerseits, um den Schülerinnen und Schülern seine Arbeit als Parlamentarier des Europäischen Parlaments näher zu bringen, andererseits, um mit ihnen über aktuelle politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen zu diskutieren.

Die Schülerinnen und Schüler der Verkäufer- und Einzelhandelsklasse WEH 10b, des Berufsvorbereitungsjahres und der FS12b (FOS) stellten dabei kritische Fragen an den Abgeordneten. Die Themenschwerpunkte wurden über eine live-Abfrage per Smartphone zu Beginn der Diskussionsrunde ausgewählt, wodurch das mehrheitliche Interesse und eine hohe, aktive Gesprächsbeteiligung bei den Jugendlichen gesichert werden konnte.

Auf der Basis der Umfrageergebnisse bezog Ertug dann - natürlich aus seiner Sicht und aus der Sicht seiner Partei - Stellung zu den Themen „Greta Thunberg – Klimaschutz geht uns alle an, was tut die EU?“ sowie „Populismus in der Politik als Gefahr für die Demokratie“. Dabei kamen praktische Beispiele aus seinem politischen Alltagsgeschäft nicht zu kurz.

Doch so eindeutig und unumstritten die Zielsetzung in vielen politischen Bestrebungen - beispielsweise hinsichtlich der Beschränkung des CO2-Ausstoßes - auch definiert sei, gibt es in Zeiten starken Wandels, neben den Gewinnern eben auch Verlierer des Umbruchs. Auf diese muss bei politischen Handlungen Rücksicht genommen werden, gab der Abgeordnete zu bedenken. So lässt es sich auch erklären, weshalb Veränderungen oftmals nur langsam vorangetrieben und somit von der Gesellschaft kaum wahrgenommenen werden können.

Einigkeit zwischen dem Abgeordneten und den Schülerinnen und Schülern bestand vor allem darin, den demokratiefeindlichen Kräften in Deutschland sowie der EU entgegenzutreten, Wahlbeeinflussungen durch soziale Medien zu bekämpfen und den Populisten in den Medien keine Plattform zur Verbreitung ihrer Propaganda zu bieten.

Um dies alles zu erreichen forderte Herr Ertug die junge Generation auf, Politik aktiv durch Wahlbeteiligung mitzugestalten, um eine lebendige Demokratie zu gewährleisten.

Daniel Hagn, Nils John und Johannes Mehringer

 

Mit Sicherheitshelmen im Rohrwerk Maxhütte

Im Rahmen der Fachpraktischen Ausbildung, besuchten die Klassen FT11a und b das Rohrwerk Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg. Seit 1954 werden dort hochwertige, nahtlose Stahlrohre produziert und versandt, welche fast in allen deutschen Autos als Teil des Kugellagers verbaut werden. Aber auch im Brücken- und Gebäudebau finden sie Verwendung.

Nach einigen allgemeinen Informationen und einem kurzen Informationsvideo zum Betrieb, wurden die Schülerinnen und Schüler - mit Sicherheitshelmen und Gehörschützern ausgestattet - von Experten durch das Rohrwerk geführt.

Die Besucherinnen und Besucher besichtigten u.a. das Lager der Stahlblöcke, die sogenannten Vierkantknüppel, welche von den Lechstahlwerken bei Augsburg mit dem Zug nach Sulzbach-Rosenberg geliefert und durch eine Knüppelschere bzw. Hartmetallsäge zurechtgesägt werden. Diese Teile werden entweder in der Warm- oder der Kaltrohrfertigung zu Stahlrohren verarbeitet.

Hierbei handelt es sich um zwei komplett unterschiedliche Verfahren, wobei stets die Einhaltung der festgelegten Qualitätsstandards von höchster Wichtigkeit ist.

Florian Paulus, Joshua Mc Laughlin, Nikita Rotfuß und Dominik Haas, FT11a

 

Wie das Arbeiten in früheren Zeiten wohl war?

Im Rahmen der Fachpraktischen Ausbildung besuchten die beiden FT11-Klassen das Industrie- und Strommuseum in Theuern inkl. einer informativen Führung durch das 1978 erbaute Museumsgebäude, in dem man anhand originaler Maschinen sehen konnte, wie das Arbeiten in früheren Zeiten ablief.

Im Erdgeschoss befanden sich eine Schleiferei und Mühle sowie die „gute Stube“ des Müllers. In einer Livedemonstration durften die Schülerinnen und Schüler die mechanischen Abläufe der Geräte bewundern. Egal, ob das Schleifen von Glas oder das Mahlen von Getreide, die Arbeitszeit war hart und lang. So mussten die Menschen damals zwischen 12 und 18 Stunden ihre Arbeit ableisten.

Der Beruf des Müllers war ein „unehrenhafter“ Beruf, da die Leute damals noch abergläubisch waren und sich die Funktion der Mühle und den dadurch entstehenden Lärm nicht erklären konnten. Im 1. Stock befanden sich die Schlafräume des Müllers und seinen Gesellen. Dabei fiel vor allem die Größe des Bettes auf: die Leute dachten damals, wenn sie sich ausgestreckt hinlegen, würden sie am nächsten Morgen nicht mehr aufwachen, weshalb sie mehr oder weniger im Sitzen schliefen. Außerdem verfügte der erste Stock noch über eine Polierhalle mit 32 Poliertischen die genau wie alle anderen Maschinen des Hauses über Wasserkraft angetrieben wurden. Dort wurde das Glas mithilfe von Eisenoxid und Wasser glattgeschliffen, poliert und somit für den letzten Schritt der Beschichtung in Regensburg vorbereitet.

Für einen Spiegel musste ein durchschnittlicher Arbeiter circa sieben Jahre sparen wodurch der Aberglaube entstand, dass ein zerbrochener Spiegel sieben Jahre Pech bringt.

In der obersten Etage konnte man trotz andauernder Renovierungsarbeiten das Strommuseum besichtigen, in welchem der Fortschritt der technischen Gerätschaften der letzten 100 Jahre aufgezeigt wurde. Außerdem wurde die Geschichte des Stroms in der Oberpfalz erläutert.

Am Ende der Führung ging es noch zum naheliegenden Hammerwerk, in dem einst drei Hämmer zuerst durch die Kraft des Wassers und später durch eine Dampfmaschine betrieben wurden.

Stefan Albert, Vincenz Hofmann, Niels Eder, Tim Gresch und Peter Parker, FT11a

 

Wie leiste ich 1. Hilfe am Kind?

Dieses Schuljahr fand für alle Schüler der 11. Klassen im Sozialzweig erstmals ein Erste-Hilfe-Kurs am Kind statt. Der Kurs wurde von den „Johannitern” an der Schule durchgeführt.

Anfangs wurde uns beigebracht, wie man beim Vorfinden eines Kindes in einer Unfallsituation korrekt handeln sollte. Dort wurde uns das Wissen über die richtige Vorgehensweise, wie zum Beispiel bei Atemproblemen, Verschlucken und das Reagieren bei Krampfanfällen sowie das Absetzen eines Notrufs vermittelt. Auch erhielten wir wichtige Informationen über die Unterschiede einer Herz-Lungen-Reanimation bei Kindern und Erwachsenen. Abschließend führten wir eine Gruppenarbeit durch. Uns wurden verschiedene Unfallsituationen dargestellt, für die wir entsprechende Handlungswege ermitteln und den anderen Kursteilnehmern vorstellen mussten.

Im praktischen Teil fingen wir mit einer Partnerübung für die stabile Seitenlage an. Nachfolgend übten wir die richtige Reanimation, sowie Mund-zu-Mund-Beatmung an Kind- und Babymanikins.

Zum Schluss erlernten wir die korrekte Reinigung und Versorgung einer Wunde und die verschiedenen Techniken des Anlegens eines Verbandes. Nach diesem Kurs sind wir gut informiert und vorbereitet auf entsprechende Situationen in der Praktikumsstelle und im Privatleben.

Erika Groß und Benjamin Dechand, FS 11c

 

Gesundheitszweig: Blutdruckmessen und richtiges Lagern

Auch in diesem Jahr durften die beiden Gesundheitsklassen FG11a und FG11b im Rahmen der Fachpraktischen Ausbildung an einem einwöchigen Pflegehelferkurs teilnehmen. Durchgeführt vom Malteser-Hilfsdienst Amberg, fand dieser in den Räumlichkeiten der Schule sowie am Stützpunkt der Malteser statt.

Die beiden Klassen lernten in dieser Woche - sowohl theoretisch als auch über praktische Übungen - die Grundkenntnisse der Pflege kennen. Das richtige Lagern, Blutdruckmessen und die Eingabe von Essen zählen beispielsweise zu wichtigen Übungen für das anstehende Pflegepraktikum und sollen den Schülerinnen und Schülern die Hemmung nehmen, an Pflegebedürftige heranzutreten.

Im Rahmen der Veranstaltung konnten die Schüler einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren, der ihnen vor allem auch im privaten Alltag von Nutzen ist.

Elisa-Marie Peil

 

Sind wir eigentlich noch zu retten?

In einer Welt, in der alle auf ihr Smartphone starren, quasi sehnsüchtig auf Likes warten und eigentlich nur noch richtig mit Alexa sprechen, stellt man sich immer häufiger die Frage: Sind wir eigentlich noch zu retten?

Das Wilde Shamrock Touring Theatre lieferte den Schülerinnen und Schülern der 12. und 13. Klassen der FOSBOS Amberg darauf eine vermeintlich simple Antwort: Ja! Und zwar mit der neuesten technologischen Innovation – der SQ-Ware. Dabei handelt es sich nicht einfach nur um einen Rahmen aus Pappe, wie man vielleicht auf den ersten Blick vermuten mag. Nein! Das ist nichts weniger als das Heilmittel gegen die allgegenwärtige Abhängigkeit junger Menschen von ihren Smartphones.

Der „Inventor“ stellte dieses technische Meisterwerk mit all seinen Funktionen, umrahmt von musikalischen Einlagen, vor und ließ das Publikum seine ganz eigenen Erfahrungen damit machen. So durfte eine Schülerin live erleben, dass der Filter alles besser macht, sofern man sich das entsprechende „Square“ einfach um den Hals hängt und lügt – frei nach dem Motto „lies give you likes“.

SQ-Ware ist sogar eine Lösung für ein weiteres Problem: die Suche nach dem Partner für’s Leben. Das beschwerliche und oft deprimierende Dating und Kennenlernen kann durch eine praktische Applikation, ein Papp-Rahmen in anderer Farbe, erleichtert werden. Schülerinnen und Schüler konnten so durch eine simple Wisch-Geste entscheiden, ob der Gegenüber in Frage kommt oder nicht. Doch auch die negativen Seiten der in Social Media angelegten Anwendungen wurden deutlich. Weil sie nichts von dem technischen Tool hielt, wurde eine der Figuren vom gesamten Publikum beschimpft und ausgebuht und musste einen sogenannten „Shitstorm“ ausstehen.

Zur Erleichterung aller wurde zum Ende hin noch einmal verdeutlicht, dass es durchaus möglich ist, sich von den technologischen Fesseln zu befreien, ohne ernsthafte Folgen fürchten zu müssen. Insgesamt führte die satirische Darstellung dem Publikum den eigenen exzessiven Umgang mit Social Media eindrucksvoll vor Augen. Beendet wurde die kurzweilige Show mit einer humorvollen Vorstellung der Schauspieler und einem kleinen Einblick in die irische Kultur durch Gesang und Tanz.

Andrea Wittmann, Ann-Kathrin Brands und Tanja Stiegler

 

Besuch des "schönsten Basaltkegels Europas"

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse FS12a an der FOSBOS Amberg verbrachten im Rahmen einer Klassenfahrt einige Tage im Herbert-Kießling-Wanderheim in Ödpielmannsberg, das zwischen Amberg und der Max-Reger-Stadt Weiden liegt.

Während der mehrtägigen Klassenfahrt standen an den Abenden Gemeinschaftsspiele auf dem Stundenplan. Dabei gab es jeden Tag leckeres, selbstgekochtes Essen: u.a. Spaghetti Bolognese sowie ein veganes Gericht aus Gemüse und Reis.

Tagsüber war die Gruppe immer unterwegs. Am ersten Tag machte sie sich auf den Weg nach Weiden. Dort angekommen, wurden die Schülerinnen und Schüler bereits von einer Dame erwartet, die ihnen die Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten Weidens vorstellte und einige interessante Geschichten aus dem Mittelalter und der Zeit des Nationalsozialismus erzählte.

Da der berühmte Komponist Max Reger in der Stadt aufwuchs und somit diese auch prägte, besuchten die Fachoberschüler anschließend das Stadtmuseum Weiden. Dieses Museum lieferte intensive Einblicke in längst vergangene Zeiten. So konnte man das damalige Klavierzimmer von Max Reger besichtigen und jede Menge alte Zeitungsartikel, Bilder und Sammlungen des Komponisten betrachten.

Am darauffolgenden und auch schon letzten Tag, besuchte die Klasse - laut Alexander von Humboldt - „den schönsten Basaltkegel Europas“ in Parkstein. Nachdem alle den 595 Meter hohen Vulkan bestiegen hatten, erkundeten sie die Felsenkeller innerhalb des Basaltkegels sowie den Geo-Pfad und das Vulkanmuseum.

Um genau zwölf Uhr fand das Highlight des Museums statt: Ein Vulkan, der sich über drei Stockwerke erstreckte, brach aus. Die Klasse konnte also einen künstlich erstellten Vulkanausbruch live und hautnah miterleben. Dieser Höhepunkt stellte dann auch den Abschluss einer eindrucksvollen und schönen Klassenfahrt dar, durch die der Zusammenhalt in der Klasse sehr gewachsen ist.

Louisa-Marie Kempf, FS12a

 

„Man wächst an der Herausforderung - zusammen!“

Unter dem Motto „Man wächst an der Herausforderung - zusammen!“ unternahm die Klasse FG12a der FOSBOS Amberg gemeinsam mit ihrem Klassenleiter, Herrn Schönberger, einen Ausflug zur Boulderhalle in Nürnberg.

Die Schülerinnen und Schüler standen dort neuen Herausforderungen gegenüber. Dabei konnten durch geeignete Strategien, Ehrgeiz und die Unterstützung der Klassengemeinschaft auch größere Schwierigkeiten gebouldert werden. Besondere Teamfähigkeit wurde beim „kooperativen“ Bouldern gezeigt, denn bestimmte Routen konnten nur gemeinsam gemeistert werden.

Nach der großen körperlichen Anstrengung wurden die Energiespeicher beim gemeinsamen Essen in der Nürnberger Innenstadt sowie einer Kulturzeit wieder aufgetankt.

 Johannes Schönberger

 

Ein actionreicher Tag in Nürnberg

Die Klasse BT12a machte sich mit ihrem Klassenleiter, Herrn Dr. Zimmermann, auf den Weg nach Nürnberg um einen gemeinsamen actionreichen, schönen Tag zu erleben.

Die Gruppe hatte sich für drei Runden Lasertag angemeldet. Diese moderne Variante des Räuber-und-Gendarm-Spiels wird mit Laser“waffen“ und Westen gespielt, die mittels Sensoren alle Treffer registrieren. Es gibt dazu weitere Optionen und Aufgaben wie das Zerstören einer gegnerischen Basis.

Nach jeder Runde bekamen alle Spieler eine detaillierte Auswertung, die Gegenstand angeregter Diskussionen waren. Auffallend war, wie alle von Runde zu Runde mehr Punkte erzielten, also schnell dazulernten.

Nach diesem schweißtreibenden Spiel, das allen sehr viel Spaß bereitete, zog es die Klasse in die Nürnberger Altstadt, um sich dort zu stärken und die Nürnberger Kultur kennenzulernen.

Leif Zimmermann

 

Über den Dächern von Amberg

Nach einer informationsreichen ersten Schulwoche an der FOSBOS ging es für die Schülerinnen und Schüler der Klassen FG11a und FG11b im Rahmen der Fachpraktischen Ausbildung in das Klinikum Amberg, wo sie einen Einblick in das Klinikum Amberg erhielten.

Zunächst berichteten der Klinikumvorstand und die stellvertretende Pflegedirektorin, Manfred Wendl und Ulrike Dropco, über die Institution, ihre organisatorische Struktur und die vielfältigen Bereiche, die diesen Arbeitgeber im Bereich der Pflege und Medizin auszeichnen.

Vor allem für unsere Schülerinnen und Schüler des Gesundheitszweiges waren jene Informationen interessant, da dieses Jahr fast die Hälfte der Schülerinnen und Schüler ihr erstes FOS-Praktikum am Klinikum Amberg und den angrenzenden MVZ absolviert.

Highlight der Exkursion war die Besichtigung des Hubschrauberlandeplatzes. Tobias Meindl, Leiter des CCOTs, führte die beiden Klassen über die Plattform, erläuterte den Ablauf eines Hubschraubereinsatzes und die technischen Gegebenheiten der Plattform. Parallel dazu konnten die Schülerinnen und Schüler den tollen Ausblick über Amberg genießen.

Den Vormittag - organisiert von Frau Solka - rundete dann das gemeinsame Mittagessen im Klinikum ab.

Elisa-Marie Peil

 

Täuschung der Sinne

Zu Beginn des Schuljahres besuchten die 11. Klassen des Sozialweiges im Rahmen der Fachpraktischen Ausbildung den Turm der Sinne in Nürnberg. Hierbei handelt es sich um ein Wissens-Museum auf kleinstem Raum, welches seit Mitte März 2003 erkundet werden kann. Jedes Jahr kommen mehr als 30.000 Menschen, um alle ihre Sinne auszutesten und zu merken, wie leicht sich diese auch täuschen lassen.

Ein Raum beispielsweise hatte keinen einzigen rechten Winkel. Sogar der Boden, auf dem man stand, war total schief. Mit Hilfe einer Kamera konnte man dann auf einem Bildschirm sehen, wie sich die Größen der einzelnen Schülerinnen und Schüler durch den schiefen Raum änderten. Meist ein sehr lustiger Anblick.

In einem weiteren Raum befanden sich auf einem Tisch zwei Klötze. Folgender Gedanke steht dahinter: zuerst muss man beide Klötze mit einer Hand hochheben. Wenn man dann nur den Oberen hebt, erwartet dass Gehirn, dass es nur noch die Hälfte des Gewichts ist. Diese Erwartung ist aber falsch. Der obere Klotz fühlt sich viel schwerer als beide Objekte zusammen an. Das liegt daran, dass wir automatisch denken, es kommt nicht mehr so viel Gewicht auf uns zu. Jedoch greifen wir den oberen Klotz nur mit zwei Fingern und beide zusammen mit der ganzen Hand.

In Summe gab es noch viele weitere Experimente auf den insgesamt sechs Etagen. Jede Sinnestäuschung für sich war dabei immer auch eine neue Entdeckung.

FS11a

 

Die Folgen von Mobbing

Die elften Klassen des Sozialzweiges besuchten im Rahmen der Fachpraktischen Ausbildung das Theaterstück "Hier stinkt's", welches im Jugendzentrum in Amberg aufgeführt wurde.

Zwei Schauspieler machten mit dem Stück auf den negativen Einfluss von Mobbing auf die Psyche der Opfer aufmerksam. Der Schauspieler, Stinki genannt, wird von seiner Klasse unter Anleitung der beliebten Tine gemobbt. Mit verschiedenen Methoden versucht er sich ihren grundlosen Hänseleien zu entziehen. Im Laufe des Stücks erfährt man mehr über Tines Motive, die mit ihren eigenen Problemen mit der Familie kämpft und den Jungen als Ventil nutzt. Nach einem Zusammenbruch der beiden aufgrund ihrer schwierigen Lage sprechen sie sich aus und es kommt schließlich zur Versöhnung.

Besonders gelungen war der Durchbruch der vierten Wand unter Einbezug des Publikums sowie die Diskussion zum Thema Mobbing im Nachhinein.

FS11a

 

„Mir ist die gefährliche Freiheit lieber als eine ruhige Knechtschaft“

Einer Einladung der Hanns-Seidel-Stiftung folgend, kam Thomas Lukow aus Berlin, um vor den Schülerinnen und Schülern der Berufsschule und FOSBOS zum Thema „MfS – Untersuchungsanstalt Hohenschönhausen“ zu referieren.

Obwohl im 30. Jubiläumsjahr des Mauerfalls die Schülerinnen und Schüler die Deutsche Teilung nicht mehr selbst erlebten, hatten sie durch die lebendigen Schilderungen von Thomas Lukow die Möglichkeit, in die Begebenheiten der Deutschen Demokratischen Republik - einem Unrechtsstaat - einzutauchen. Die Hasserziehung auf „den Westen“ begann bereits in der Kinderkrippe und sollte jeden DDR-Bürger entindividualisieren und vom Sozialismus überzeugen.

Thomas Lukow, 1959 geboren, wuchs zunächst systemkonform auf, durchlief die jungen Pioniere und trat der FDJ bei. Dort eckte er jedoch später an, als er in der alternativen Musikszene aktiv wurde.

Sein Wunsch nach Freiheit verstärkte sich und der starre Sozialismus passte nicht zu seinem jugendlichen Drang nach Selbstverwirklichung. Daher wollte er „ohne Plan“ aus der DDR über die damalige Tschechoslowakei, Ungarn und Österreich flüchten. Nichtsahnend, dass ihn das Ministerium für Staatssicherheit wegen seiner Westkontakte bereits im Visier hatte. Seine Republikflucht endete zunächst im Gefängnis von Bratislava und führte ihn über ein Prager Gefängnis nach Ost-Berlin, in die Hände der Staatssicherheit und in die Untersuchungsanstalt Hohenschönhausen. Dort wurden die Häftlinge und auch Lukow durch „operativ-psychologische Beeinflussung“ zu Geständnissen oder zur Mitarbeit als Inoffizielle Mitarbeiter (IM) angeregt. Ziel war es, die Persönlichkeit zu zersetzen und zu zerstören.

Das Rechtsstaatsprinzip war in der DDR im Vergleich zur BRD umgekehrt. Die Angeklagten mussten ihre Unschuld beweisen, nicht der Staat die Schuld des mutmaßlichen Täters. Das System der Deutschen Demokratischen Republik, in dem weder das Parlament entschied (alle politischen Entscheidungen wurden in Moskau getroffen), noch demokratische Wahlen stattfanden, verurteilte ihn wegen versuchter Republikflucht. Er saß zwanzig Monate im Gefängnis in Bautzen II ab.

Von den 16 Millionen DDR-Bürgern existierten zur Wende von fünf Millionen eine eigene Stasi-Akte mit durchschnittlich 2000 Seiten über das gesamte Privatleben. Die Akte von Thomas Lukow enthielt 600 Seiten persönliche Informationen. Die Mehrheit, die nicht bespitzelt wurde, „hatte sich eingerichtet“. Viele Menschen leben auch heute noch gerne in Diktaturen, da es bequem ist und sie keine Verantwortung tragen müssen, da der Staat die Dinge regelt, so Lukow. Der Referent schloss mit dem Appell an die Jugendlichen, dass „Demokratie eben nicht immer einfach ist, aber es sich lohnt, dafür einzutreten“.

Johannes Mehringer

 

BMW-Werk Regensburg - der Herzschlag ist 57 Sekunden

Als die neuen Schülerinnen und Schüler gleich in der ersten Schulwoche im Rahmen der Fachpraktischen Ausbildung an der FOSBOS Amberg ins BMW-Werk nach Regensburg fuhren, ahnten viele von ihnen noch nicht, wie spannend und beeindruckend die Produktion eines Autos ist und dass der Herzschlag der BMW-Produktion in Regensburg tatsächlich 57 Sekunden beträgt. Allerdings stellt sich einem gleich die Frage, ein Werk kann doch gar keinen Herzschlag haben?

Ja, das stimmt. Vielmehr ist damit die Taktzeit gemeint. Genau genommen verlässt alle 57 Sekunden ein fertiges Auto – welches übrigens aus 27.000 Teilen besteht - das Fließband bzw. alle 57 Sekunden wird ein neues gefertigt.

Durch die Betriebsbesichtigung erhielten die Schülerinnen und Schüler in erster Linie einen Einblick in die Welt der Wirtschaft, genau genommen der Wirtschaftlichkeit und Kosten. Ein Aspekt der im BWR-Unterricht immer wieder reflektiert wird.

Ein weiterer Punkt, der unmittelbar mit den Kosten und der Wirtschaftlichkeit zusammenhängt, ist die Digitalisierung. Auch BMW ist im Zeitalter von Industrie 4.0 angekommen. So liegt beispielsweise im Karosseriebau der Grad der Automation bei 98 Prozent. Ganz ohne Menschen geht es dann aber auch nicht. Denn in der Montage ist der Prozentsatz genau andersherum. Auch sonst spielt der Mensch eine große Rolle bei BMW. Die Produktion ist möglichst ergonomisch und mitarbeiterfreundlich. BMW handelt aber auch umweltfreundlich. Ein Großteil der Lieferungen erfolgt mittlerweile über das Schienennetz. Ganz im Sinne des aktuellen Zeitgeistes.

Heidi Selch-Witt

 

Auftreten wie ein Profi

Wie wirke ich? Was sage ich? Was ziehe ich an?

Auch in Zeiten der Digitalisierung sind gute Umgangsformen ein entscheidender Weichensteller, um beim Eintritt in die Arbeitswelt erfolgreich zu sein. "Gute Manieren sind immer in Mode."

Die sozialen „Spielregeln“ der Berufswelt zu kennen und zu beherrschen, war Ziel der eintägigen Kurse, die unter fachkundiger Anleitung von Frau Barth, einer professionellen Knigge-Trainerin, in diesem Schuljahr erstmalig für die künftigen Praktikantinnen und Praktikanten der FOSBOS Amberg angeboten wurden.

Ob Small Talk, Kleiderordnung oder Tischkultur – ein professioneller Auftritt will gelernt sein. Schließlich zählt Business-Etikette heute noch zu den entscheidenden Soft Skills. Durch souveränes Verhalten steigern junge Menschen ihr Selbstbewusstsein und verschaffen sich so mehr Akzeptanz bei Vorgesetzten, Kollegen und Kunden.

Neben fachlichem Input erhielten die angehenden Praktikantinnen und Praktikanten vielfach die Gelegenheit, das erworbene Wissen in praktischen Übungen und Rollenspielen anzuwenden und sich in Gruppendiskussion über ihre Erfahrungen austauschen. Dabei konnten sie unmittelbar erfahren und erleben, unter welchen Bedingungen Teamarbeit gut gelingt.

Im Anschluss an das Seminar kommentierte ein Schüler: „Mir war nicht bewusst, wie wichtig der erste Eindruck wirklich ist und was es im Umgang mit anderen so alles zu beachten gibt. In Zukunft werde ich ganz sicher stärker darauf schauen.“

Herzlichen Dank noch einmal an Frau Barth für die abwechslungsreichen und überaus gewinnbringenden Seminartage!

Weitere Bilder finden Sie hier.

Annette Heinritz

 

Zu Besuch in den Jurawerkstätten

Im Rahmen der Einführungswoche der Fachpraktischen Ausbildung besuchten die 11. Klassen des Wirtschaftszweiges die Jura-Werkstätten in Amberg.

Da es sich bei einer der Klassen um eine Mischklasse aus dem Sozial -und Wirtschaftsbereich handelte, bot es sich an, eine soziale Einrichtung mit wirtschaftlichen Hintergrund genauer zu betrachten.

Die gemeinnützige Rehabilitationseinrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer Erkrankung wurde teilrenoviert und im April 2018 neu eingeweiht und zeigte sich von seiner glänzendsten Seite mit selbst umgesetzter Bepflanzung, vielen Küchenräumen, Ruheräumen, Klassenzimmern und Produktionshallen.

Neben der Möglichkeit „Arbeitsluft zu schnuppern“, und selbst auch etwas zum Lebensunterhalt zu verdienen, bietet die Einrichtung viele begleitende Angebote wie Sport, Kreativprojekte oder eine Hausband.

Herr Weber stellte sich den interessierten Fragen der Schülerinnen und Schüler und konnte so einen ganz anderen Blickwinkel aufzeigen. So kann auch einmal ein Professor einer Uni ein Bewohner der Jura-Werkstätte werden oder ein Bewohner der Jura-Werkstätte eine relativ eigenständige Persönlichkeit in der freien Wirtschaft.

Isolde Trepesch

 

Ehrung unserer vier TOP-Praktikanten

Unter den etwa 180 Schülerinnen und Schülern der 11. Jahrgangsstufe der FOS Amberg gab es auch im vergangenen Schuljahr wieder viele, die ihr halbjähriges Praktikum mit sehr guten und guten Leistungen absolvierten.

Vier von ihnen konnten - aufgrund ihrer herausragenden Ergebnisse in der jeweiligen Ausbildungsrichtung - den diesjährigen Wettbewerb unter dem Motto „Mach dich zum TOP-Praktikanten der FOSBOS!“ für sich entscheiden.

Im Rahmen der Einführungsveranstaltung zur Fachpraktischen Ausbildung für unsere "neuen 11. Klässler" wurden sie nun durch unsere langjährigen Praktikumspartner und Sponsoren mit einem Geldbetrag in Höhe von 50 Euro sowie einer Ehrenurkunde geehrt.

Die Auszeichnung als beste Praktikanten ihrer Ausbildungsrichtung der FOSBOS erhielten: Magali Pitrasch (Sozialwesen), Sahra Schlüchtermann (Gesundheit), Linda Schwendner (Technik) und Laurenz Fischer (Wirtschaft)

Unser ausdrücklicher Dank geht an dieser Stelle nochmals an die Sponsoren des diesjährigen Wettbewerbs: das Klinikum Sankt Marien, die Lebenshilfe Amberg-Sulzbach, die Sparkasse Amberg-Sulzbach und den Elternbeirat unserer Schule.

Annette Heinritz