Auszeichnung

 

76 Schulen aus ganz Bayern wurden in München als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet. Davon erhielten 35 Schulen - u.a. auch die FOSBOS Amberg - das erste Mal die Auszeichnung für ihre MINT-Schwerpunktsetzung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).

Die Ehrung der Schulen in Bayern steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz (KMK). Die bundesweiten Partner der Initiative "MINT Zukunft schaffen" zeichnen in Abstimmung mit den Landesarbeitgebervereinigungen und den Bildungswerken der Wirtschaft diejenigen Schulen aus, die bewusst MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess.

Die FOSBOS Amberg freut sich daher um so mehr, den hohen Standards des Signets gerecht geworden zu sein. Zumal die Schule seit Jahren - unabhängig von der gegenwärtigen Entwicklung - seinen Schülerinnen und Schülern mit großem Engagement MINT-freundliche Inhalte ganz selbstverständlich vermittelt.

Im Rahmen der Feierlichkeiten äußerten sich die einzelnen Ehrengäste zum Thema MINT wie folgt:

„Unsere Schulen sind von zentraler Bedeutung, wenn es darum geht, junge Menschen für Wissenschaft und Technik zu begeistern. Je früher Talente entdeckt werden, umso gezielter können sie bei ihrer Entfaltung gefördert werden. MINT-freundliche Schulen nehmen sich dieser Aufgabe in beispielhafter Weise an“, betonte Staatssekretär Georg Eisenreich und ergänzte weiter: „Mit diesem Signet ist für Schülerinnen und Schüler, für deren Eltern und auch für Unternehmen sichtbar: MINT-Förderung hat an diesen Schulen einen besonders hohen Stellenwert. Mit ihrem Engagement eröffnen sie ihren Schülerinnen und Schülern bestmögliche Chancen für eine erfolgreiche Zukunft in einem MINT-Beruf oder -Studium. Zugleich leisten sie einen Beitrag zum Fortschritt des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts Bayern“.

„Die MINT-freundlichen Schulen sind meist digital sehr affin und haben hohes Interesse daran, die für die Digitalisierung notwendige Transformation in der Schule anzustoßen. Die MINT-Projekte und -Schwerpunkte zeigen zudem, dass die MINT-Verantwortlichen an „unseren“ Schulen auch hochengagierte Querdenker sind, die Talentbiotope an ihren Schulen schaffen - Die Kombination von beidem ist mehr als ungewöhnlich, das schaffen manche Vorstandsvorsitzende in Wirtschaftsunternehmen nicht! Das ist die beste Voraussetzung, um auch den nächsten Schritt, den zur digitalen Schule zu gehen“ sagt Thomas Sattelberger, Vorsitzender der BDA/BDI-Initiative „MINT Zukunft schaffen“.

Dr. Christof Prechtl, Stv. Hauptgeschäftsführer, Leiter Abteilung Bildung und Integration, vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., erklärte: „Die bayerische Wirtschaft braucht qualifizierte MINT-Nachwuchskräfte. Deshalb benötigen wir schon in den Schulen Programme, die früh die Begeisterung junger Menschen für Technik fördern. Die MINT freundlichen Schulen haben die MINT-Qualifikation besonders im Blick und engagieren sich für den MINT-Nachwuchs. Das ist aus unserer Sicht genau der richtige Ansatz, um die Begabungen der Jugendlichen früh zu erkennen und zu fördern und ihr Interesse für technische Berufe zu wecken. Denn die Arbeitsmarktchancen in diesem Bereich sind groß. So bietet zum Beispiel ein Arbeitsplatz in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie eine hohe Vergütung und beste Berufsperspektiven. Dies gilt für Lehre und Studium gleichermaßen.“

Kurzbeschreibung von "MINT Zukunft schaffen": Die Initiative will Lernenden und Lehrenden in Schulen und Hochschulen sowie Eltern und Unternehmern die vielfältigen Entwicklungsperspektiven, Zukunftsgestaltungen und Praxisbezüge der MINT-Bildung nahe bringen und eine Multiplikationsplattform für alle bereits erfolgreich arbeitenden MINT-Initiativen in Deutschland sein. MINT Zukunft schaffen wirbt für MINT-Studien, MINT-Berufe und MINT-Ausbildungen und will die Öffentlichkeit über die Dringlichkeit des MINT-Engagements informieren. Vor allem aber will MINT Zukunft schaffen gemeinsam mit seinen Partnern Begeisterung für MINT wecken und über attraktive Berufsmöglichkeiten und Karrierewege in den MINT-Berufen informieren.

Pressestelle MINT Zukunft schaffen

10.000 Deckel gegen Polio

Das BSZAM beteiligte sich an der Aktion des Rotaract Clubs Auerbach/Oberpfalz „Deckel gegen Polio – 500 Deckel für ein 1 Leben ohne Kinderlähmung“ und sammelte innerhalb kürzester Zeit rund 10.000 Plastikdeckel.

Die Schülerinnen und Schüler des BSZAM helfen somit 20 Kinderleben zu retten, denn bereits 500 Deckel reichen aus um die Kosten für eine Schluckimpfung zu finanzieren. Durch die Melinda und Bill Gates Stiftung, die mit Rotary zusammenarbeitet, wird diese Zahl noch verdreifacht.

Kinderlähmung oder Poliomyelitis ist eine hoch ansteckende Krankheit, deren Erreger vornehmlich Kleinkinder unter fünf Jahren befällt. Doch auch Erwachsene können sich infizieren. Das Virus verursacht dauerhafte Lähmungen. Die Infektion verläuft im schwersten Fall tödlich, vor allem dann, wenn die Atemmuskulatur befallen wird. Es gibt keine Heilung gegen Polio. Allerdings kann man vorbeugen: mit einer Schluckimpfung, die gegen Kinderlähmung immunisiert.

Seit 1988 nahm dank massiver Impfkampagnen die Zahl der Erkrankungen von 350.000 pro Jahr auf weniger als 700 Fälle 2011 ab. Nord- und Südamerika wurden 1994 als von Polio befreit erklärt, die Westpazifikregion 2000, Europa 2002.

Nur noch in drei Ländern der Erde - Nigeria, Afghanistan und Pakistan - kommt das Virus frei vor und infiziert nach wie vor Kinder. Doch um alle Kinder auf der Welt dauerhaft schützen zu können, müssen die Impfmaßnahmen zu Ende geführt werden. Derzeit klafft eine Finanzierungslücke von über einer Milliarde Dollar. Eine Rückkehr des Virus wäre katastrophal – für alle Kinder dieser Welt.

Bei der Übergabe der Deckel beschloss die Schulleitung - OStD Martin Wurdack und StD Josef Eckert - gemeinsam mit der SMV und den verantwortlichen Lehrkräften eine dauerhafte Sammelstelle in der Aula des BSZAM einzurichten. Die Rotaracter um Diana Abele, Franziska Streich - beide sind ehemalige Schülerinnen der FOSBOS Amberg - und Lukas Stollner waren über die Idee der nachhaltigen Entwicklung sehr erfreut und sehen diese Aktion als Schritt in eine neuen Partnerschaft bei kommenden Projekten.

Grundsätzlich können die Deckel aus Kunststoff von Getränkeflaschen, Getränkekartons (Milch, Saft usw.), Quetschgetränken und auch das gelbe Überraschungsei (Ü-Ei) ohne weitere Prüfung gesammelt werden. Die maximale Deckelgröße sollte nicht mehr als 4 cm (ca. 1/4 Handfläche) haben. Hintergrund für diese Begrenzung ist, dass die Maschinen für die Granulierung ein passendes Mahlwerk benötigen und bei erhöhten Größenunterschieden das Material nicht mehr verarbeitet werden kann.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit der Kontaktaufnahme finden Sie auf der Facebook-Seite des Rotaract Auerbach/Oberpfalz oder auf der Seite des Vereins „Deckel drauf e.V.“, der diese Aktion ursprünglich ins Leben gerufen hat.

Diana Abele, ehemalige BOS-Schülerin

„Was für ein Mensch willst du sein? Leben lassen.“

Der Nebel lag noch wie ein dunkler Schleier über den Ruinen des Konzentrationslagers in Flossenbürg, als wir an der heutigen Gedenkstätte ankamen. Der Tag war mit einem vollen Programm gefüllt.

Zunächst sahen wir einen Film an, indem sich Überlebende des Holocausts vorstellten und von ihrer Vergangenheit in Flossenbürg erzählten. Sie schilderten von den grausigen Umständen, die ihr tägliches Leben bestimmten und von der Arbeit im Steinbruch, die sie im KZ verrichten mussten. Sie verrieten auch, was ihnen Hoffnung gab, um durchzuhalten. So hielt viele der Gedanke an die Familie am Leben. Einige von ihnen leben noch heute.

Anschließend besuchten wir eine Theateraufführung mit dem Titel „Was für ein Mensch willst du sein? Leben lassen.“, die von Schülern konzipiert wurde. Die Handlung spielte in einem kleinen Ort, in welchem die Anwohner immer mehr nationalsozialistisches Gedankengut entwickelten, angefangen bei der Ausgrenzung jüdischer Gemeindemitglieder bis hin zur Erbauung von Hungerhäusern und der Tötung von Unschuldigen. Im Mittelpunkt des Theaters stand die Euthanasie, also das damals als Gnadentot gerechtfertigte Töten von Menschen mit Behinderung und psychischen Erkrankungen. Zwischen 1939 und 1945 wurden ca. 240.000 Menschen im Deutschen Reich deshalb getötet. Besonders ergreifend ist die Tatsache, dass darunter zahlreiche Kinder waren. Die Schauspieler orientierten sich an realen Opfern, denen ihr Leben genommen wurde. Es wurde hervorgehoben, dass viele Ärzte und Pfleger in Anstalten versuchten, Patienten zu retten indem sie ihnen zur Flucht verhalfen. Auch in den Hungerhäusern, also den Einrichtungen, die einzig dafür erbaut wurden um die Patienten verhungern zu lassen, gab es Köche, die dem Essen verbotenerweise Fett zusetzten um die Betroffenen länger am Leben zu erhalten. Dadurch gefährdeten sie ihr eigenes Leben und das ihrer Angehörigen, setzten aber ein Zeichen.

Anschließend bekamen wir von Herrn Hagn noch eine Führung über das Gelände, wobei wir zahlreiche Informationen über das damalige Tagesgeschehen erlangten. Ein wichtiger Fakt über die Gedenkstätte Flossenbürg ist, dass dort nichts nachkonstruiert wurde, sondern alle Gebäude erhalten wurden. Es ist grausam, sich vor Augen zu führen, was Menschen anderen Menschen antun können und daher umso wichtiger, sich immer wieder in Erinnerung zu rufen, dass so etwas nie wieder passieren darf.

FS13

EU-Politik zum Anfassen

Wie ist der Tagesablauf eines Europa-Abgeordneten? Wie wirkt sich die europäische Politik auf Bayern und die Oberpfalz aus? Im Zuge seines jährlichen Besuchs stellte sich Ismail Ertug, als Mitglied des Europäischen Parlaments und Abgeordneter für die Oberpfalz und Niederbayern, den interessierten Fragen der Schülerinnen und Schüler am BSZAM.

Herr Ertug, MEP, der noch am gleichen Tag mit dem Auto nach Straßburg fuhr, um dort an einer Plenarsitzung des Europäischen Parlaments teilzunehmen, berichtete darüber, wie Politik innerhalb der EU funktioniert. Zudem ließ er die Schülerinnen und Schüler hinter die Kulissen schauen und gab ihnen einen Einblick in seine Tätigkeit als Europapolitiker.

Die Jugendlichen hatten an den Abgeordneten zum Thema „Europa“ eine Fülle an Fragen. Besonders interessant waren die Themen "Austritt Großbritanniens aus der EU", und die Frage, warum die EU mit Brüssel und Straßburg zwei Sitzungsorte des Parlaments hat. Der Europaabgeordnete beantwortete die Fragen mit viel Engagement und erläuterte in sehr schülernaher Weise komplizierte Zusammenhänge und Hintergründe aktueller europäischer Probleme. Politik hautnah eben!

Daniel Hagn

Abgeordneter des Landtags im Trichter der Politik

Auf den Abgeordneten des Bayerischen Landtags, Herrn Dr. Harald Schwartz, warteten am 19.12.2017 vier Klassen des BSZAM um mit ihm über aktuelle Fragen zur Politik in Bayern, Deutschland und Europa zu diskutieren.

Seit der Landtagswahl im Herbst 2013 nimmt Dr. Schwartz seine Aufgabe als Abgeordneter des 17. Bayerischen Landtags wahr und gehört damit zu den 180 Mitgliedern.

Sein Tätigkeitsfeld erstreckt sich vom Ausschuss für Wirtschaft und Medien, Infrastruktur, Bau und Verkehr, Energie und Technologie bis hin zum Ausschuss für Eingaben und Beschwerden.

Als Abgeordneter des Landtages wählt er u.a. den Ministerpräsidenten und kontrolliert die Arbeit der Landesregierung. Außerdem stimmt Dr. Schwartz durch Mehrheitsentscheidungen über Gesetze ab, die für Bayern wichtig sind. So entscheidet er beispielsweise auch darüber, wofür die Steuergelder im Land ausgegeben werden.

„Es ist nicht selbstverständlich, dass in Eurer Schule die Heizung geht, genügend Lehrer zur Verfügung stehen und eine technische Ausstattung mit PC, Beamer und Activboard gewährleistet werden kann“, sagte der Abgeordnete. Im Vergleich mit anderen Bundesländern befindet sich Bayern damit auf einem sehr hohen Niveau.

Den Schülerinnen und Schülern wurde zudem vor Augen geführt, dass sie als Bürger, durch die Wahl von Abgeordneten, selbst indirekt an den Diskussionen zur Gesetzgebung teilnehmen und über die Zukunft des Landes mitbestimmen können. Bei näherer Betrachtung der Rahmenbedingungen für die Gesetzgebung auf Landesebene, lernten die Schülerinnen und Schüler jedoch die Widrigkeiten für die Tätigkeit eines Politikers kennen und erfuhren von den „teilweise einengenden“ Gestaltungsmöglichkeiten neuer Gesetze, da diese im Einklang mit dem EU-Recht stehen müssen und Nachrangigkeit zu Gesetzen des Bundes haben. Erschwerend kommt für die Abgeordneten in Bayern noch die sogenannte „Paragraphenbremse“ hinzu, nach welcher lediglich die Abänderung von bereits bestehenden Gesetzen möglich ist bzw. zuerst die Streichung des älteren Gesetzes erfolgen muss, bevor das neue Gesetz verabschiedet werden kann.

Die sich an die Ausführungen von Herrn Dr. Schwartz anschließende Diskussion brachte den Schülerinnen und Schülern einen lebhaften Überblick über die Tagespolitik Bayerns und darüber hinaus.

Daniel Hagn, Niels John und Johannes Mehringer

"Writers in the stars"

Wie kann man Literaturklassiker einem jungen Publikum schmackhaft machen – und das auch noch im englischen Original? Das war die schier unmögliche Aufgabe, der sich das Ensemble des Wilde Shamrock Touring Theatre rund um Regisseur Vincent Moran für die diesjährige Tour gestellt hat.

In ihrem neuen Stück „Writers in the Stars“, mit dem sie in zwei Vorstellungen die Schülerinnen und Schüler der 12. und 13. Klassen der FOSBOS Amberg unterhielten, treffen sich literarische Legenden zu einer hitzigen Debatte im Schriftstellerhimmel.

William Shakespeare, Ernest Hemingway, Oscar Wilde, Emily Bronte und Mary Shelley diskutieren darüber, welche beziehungsweise welcher von ihnen denn nun der oder die Beste sei. Das Publikum wird daraufhin auf eine kurzweilige Reise durch die Jahrhunderte genommen und in die Welten von berühmten Theaterstücken und Romanen wie „Romeo and Juliet“, “The Importance of Being Ernest“ oder auch „Frankenstein“ und „Wuthering Heights“ entführt.

Die Klassiker wurden dabei mit einem wie immer minimalistisch anmutenden Bühnenbild und viel Herzblut sowie irischem Humor an das Publikum herangetragen. Obwohl die Schauspieler in diesem rasanten Stück ihr natürliches Sprechtempo nur wenig zügelten, konnten die Schülerinnen und Schüler dem Spektakel problemlos folgen. Sie erhielten mit Hilfe einer Achterbahnfahrt durch weltberühmte englischsprachige Literaturhits einen kurzen, aber bleibenden Eindruck in Plot und Tragik oder Komik des jeweiligen Klassikers. Die letzte Szene des sterbenden Paares Romeo und Julia, zum besseren Verständnis übersetzt in moderne Jugendsprache, war durch die paradoxerweise komische Darbietung ein würdiger und großartiger Abschluss.

Die Entscheidung darüber, wer der beste Schriftsteller aller Zeiten ist, wurde am Ende dem begeisterten Publikum überlassen. Zu guter Letzt heizten die irischen Musiker und Schauspieler den Schülerinnen und Schülern noch einmal kräftig mit einigen bekannten irischen Volksliedern ein, zu denen begeistert mitgeklatscht und –gesungen wurde. 

Wir freuen uns auf einen Besuch im nächsten Schuljahr, der hoffentlich genauso lehrreich und unterhaltsam ist wie dieses Jahr!

Andrea Wittmann und Ann-Kathrin Brands

Zu Besuch im Bayerischen Landtag

Anfang November besuchten wir, die Klasse FS12b, zusammen mit unseren Sozialkundelehrern Frau Ries und Herrn Hagn den Bayerischen Landtag in München. Nach einer kurzen Besichtigung der Staatskanzlei und einem Mittagessen im Hofbräukeller bekamen wir eine Einführung in die Geschichte des Maximilianeums und die Tätigkeiten des Bayerischen Landtags.

Im Anschluss daran nahmen wir an einer Plenarsitzung teil, die sich mit der Änderung des Bayerischen Blindengesetzes befasste. Hier konnten wir eine lebhafte Debatte verfolgen und die verschiedenen Standpunkte der einzelnen Parteien nachvollziehen.

Anschließend durften wir in einer Diskussionsrunde mit Vertretern verschiedener Parteien unsere Fragen stellen. Dr. Harald Schwartz (CSU), Reinhold Strobl (SPD), Jürgen Mistol (Bündnis 90/Die Grünen) und Joachim Hanisch (Freie Wähler) standen unseren Fragen sehr aufgeschlossen gegenüber und es ergab sich eine spannende Auseinandersetzung zu den Themen „mehr direkte Demokratie“, „Ehe für alle“ und „Flüchtlingspolitik“. Außerdem schilderten sie ihr Leben als Abgeordnete sowie die Beweggründe für ihr Engagement bei den jeweiligen Parteien.

Am Ende waren alle Beteiligten der  Meinung, dass es ein sehr interessanter Ausflug war und wir bedanken uns bei Herrn Hagn für die Organisation des politisch spannenden Tages.       

Anna Luschner, FS12b

BMW Regensburg: mehr als 2.300 Roboter im Karosseriebau

In der Vorweihnachtszeit besuchten alle vier Wirtschaftsklassen im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung das BMW-Werk in Regensburg-Neutraubling. Nach einem kurzen Intro-Film über die Geschichte und die aktuellen Begebenheiten des Weltkonzerns durften wir in einer zweistündigen Führung die Produktion in Augenschein nehmen.

Der Konzern, der 31 Produktions- und Montagestätten in 14 Ländern betreibt, hat seinen Hauptsitz in München.

Besonders interessant waren dabei die Infos, dass das Regensburger Werk u.a. eine Kindertagesstätte für seine Mitarbeiter anbietet und eine eigene Kantine hat, in welcher jeden Tag etwa 3.000 Essen ausgegeben werden. Für die Mitarbeiter des Unternehmens stehen zudem ein hauseigenes Fitnessstudio sowie Ärzte bereit. Auch eine werkseigene Feuerwehr mit 60 Mitarbeitern ist Bestandteil des Regensburger Werks. Bei Bedarf hilft diese den umliegenden Feuerwehren bei Einsätzen in Regensburg und Umgebung.

Am 17. März 1916 wurde der Grundstein des Unternehmens, das anfangs ausschließlich Flugzeugmotoren herstellte, gelegt. Erst Ende 1920 begann man mit der Produktion von Autos. Heute rollen täglich ca. 14.000 Fahrzeuge vom Band.

Das BMW-Werk in Regensburg gliedert sich in vier Fertigungsbereiche: Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei und Montage. Hergestellt werden hier weltweit bekannte Automobilfahrzeuge, wie beispielsweise die Limousine der 1er Reihe, der Gran Tourer der 2er Reihe und das Cabrio der 4er Reihe.

Vielen Dank an alle begleitenden Lehrkräfte für diesen äußerst interessanten Werksbesuch, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird!

Lena Weishaupt, FW11b

MoRaBa hautnah

Gemeinsam mit unseren FpA-Betreuern, Herrn Strobel, Herrn Süß und Herrn Kölbl besuchten wir vor kurzem das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen. Wie der Name schon verrät, forschen die ca. 1.800 Angestellten hauptsächlich an Luft- und Raumfahrt, vor Ort sind jedoch auch andere Forschungsbereiche wie Energie, Verkehr, Digitalisierung und Sicherheit vertreten. Der Hauptsitz der DLR ist allerdings nicht in Oberpfaffenhofen – auch wenn dort mehr Arbeitnehmer beschäftigt sind - sondern in Köln.

Wir konnten an verschiedenen Experimenten teilnehmen, z.B. am MoRaBa. MoRaBa ist die Abkürzung für Mobile Raketenbasis. Diese Basis kann zu fast jedem Punkt der Erde befördert werden und von dort aus Raketentests ausführen. Vor allem kleinere Raketen werden damit in einem Parabelflug in die Atmosphäre geschossen, dabei wird eine kurzzeitige Schwerelosigkeit erzeugt, in welcher kleinere Experimente stattfinden.

Nach der theoretischen Einführung gingen wir zum Testgelände. Dort war schon eine kleine Testrakete vorgebereitet, die aus einer Plastikflasche und einem Schaumstoffdeckel bestand. In diese Rakete füllten wir immer unterschiedlich viel Wasser und pumpten 5 Bar Luft zusätzlich in die Flasche. Die Rakete wurde mit einem Fernzünder gestartet, so dass die komprimierte Luft und das Wasser entweichen konnten und die Rakete durch das Rückstoßprinzip fliegen konnte. Auf einem Whiteboard zeichneten wir in ein t-V-Diagramm mit den verschiedenen Zeitergebnissen, abhängig von der Volumenmenge. Die nun entstandene Funktion war eine Parabel, an der man ablesen konnte, welche Wassermenge zum längsten Flug führt. Die perfekte Wassermenge war ungefähr 0,33 Liter.

Im zweiten Experiment durften wir selber ein Auto programmieren, das Aufgrund bestimmter Befehle fahren und Lampen aufleuchten lassen kann. In kleinen Gruppen wurden die Aufgaben, die vom Experimentleiter gestellt wurden, ausgeführt. Einer dieser Aufgaben war, das Auto einer schwarzen Linie zu folgen zu lassen. Durch Trial and Error wurde sich langsam an den richtigen Code angenähert. 

Nach den Experimenten hat unser Führer uns das GSOC (German Space Operations Center) gezeigt und uns ein paar Informationen über die ISS erläutert. Des Weiteren durften wir in eine Weltraumkapsel hineingehen, welche einer der Lebensraume der Astronauten im Weltall ist. Neben der Kapsel befand sich der Flugsimulator, der Repariert wurde und somit nicht in Betrieb war.

Zum Schluss möchten wir noch unsere Meinung zur Exkursion äußern. Der Ausflug war insgesamt Interessant, da man viel Ansehen konnte und selber auch ein Experiment mit seiner Gruppe ausführen durfte. Schade jedoch war, dass wir den Flugsimulator nicht in Aktion sehen durften. Unserer Meinung hätten sie uns mehr selber im GSOC anschauen lassen sollen.

Paul Brandl und Fabian Heindl, FT11b

Lernort Staatsregierung

Gleich zu Beginn des Schuljahres fuhr die Klasse FS12c im Zuge des Sozialkundeunterrichts mit den Lehrkräften Frau Heid und Herrn Hagn zum „Lernort Staatsregierung“ nach München. So kamen wir am Vormittag beim bayerischen Justizministerium an. Dort ging es zuerst in den gewaltigen Justizpalast, in dem die Schüler durch die Staatsanwältin Frau Dr. Gernbeck begrüßt und während des Besuchs betreut wurden. Während die Schüler sich mit kostenlosen Getränken und belegten Semmeln stärken konnten, hielt Frau Dr. Gernbeck zuerst ein Einführungsreferat über Allgemeines rund um das Gebäude und das bayerische Justizsystem, unter anderem anhand eines Organigramms des Justizministeriums Bayern.

Anschließend folgte ein Fachreferat zu Fragen aus dem Gebiet des Strafverfahrens und Jugendstrafrechts, gehalten von der Regierungsrätin J. Huber. Anhand eines verständlichen Fallbeispiels schaffte es Frau Huber, ihre Aufgaben und Tätigkeiten gut verständlich zu erläutern und ließ auch keine Fragen seitens der Schüler offen.

Nach einer kurzen Pause folgte ein Gespräch mit dem persönlichen Referenten des Justizministers, Herrn Richter, der für den bayerischen Justizminister, Herrn Prof. Dr. Bausback, Aufgaben im Bereich der Presse ausführt.

Nach diesen vielen unterschiedlichen Eindrücken gab es für die Schüler und Lehrer ein Mittagessen in der Kantine des Justizpalastes. Danach erfolgte eine kurze Besichtigung des „Weiße Rose Saals“ mit Erläuterung der Ausstellung durch Frau Dr. Gernbeck. U.a. über die Prozesse gegen Mitglieder der Studentengruppe „Weiße Rose“ wie z.B. die Geschwister Scholl. Dieser Raum ist eine Nachbildung des Gerichtsaals in dem die Hauptprozesse stattfanden.

Zweiter Anlaufpunkt unseres Ausflugs war nach einem kurzen Spaziergang durch die Stadt die Staatskanzlei, in der wir den Tagungsraum der bayerischen Regierung besichtigen und am Kabinettstisch Platz nehmen durften. Hier erfuhren wir einiges über die Arbeit des bayerischen Ministerpräsidenten und die Minister sowie Allgemeines zur Staatskanzlei.

Im Anschluss hatten wir noch etwas Zeit, München eigenständig zu erkunden, bevor wir dann mit erweitertem Wissen wieder zurück nach Amberg fuhren. Es war für alle ein sehr informativer und interessanter Ausflug. Es ist schön, dass die Lehrer solche Exkursionen organisieren, da somit Politik anschaulicher wird.

Michael Ebner, FS 12c

Bergbau- und Industriemuseum im "Ruhrgebiet des Mittelalters"

Mitte Oktober besuchten wir das Bergbau- und Industriemuseum Theuern. Das Museum ist im Schloss Theuern untergebracht und hat einige Außenstellen wie das Hammer- und Polierwerk, welches wir besuchten.

1978 wurde ein Historisches Haus aus dem Bayerischen Wald abgetragen und in Theuern wieder errichtet. Dort sind seitdem das Polierwerk und die Spiegelglasschleife untergebracht. Im Erdgeschoss sind zum einen die Horizontalschleife und das Antriebswerk für die verschiedenen Gerätschaften eingelagert. Das Antriebswerk bekommt den Schwung von einem Wasserrad und leitet diesen dann durch verschiedene Transmissionen zu den jeweiligen Apparaturen. Die Horizontalschleife schliff das Glas, abhängig der gewünschten Güte, ca. 12 bis18 Stunden. Die Frauen der Glasschleifer dosierten danach die Platten noch nach, d.h. sie polierten die Tafeln mit einem Gemisch aus Granat und Wasser.

Im 1. Obergeschoss ist die Polierhalle mit 32 Poliertischen, die sich durch die aus dem Erdgeschoss kommenden Riemen, welche am Antriebswerk angeschlossen waren, in Bewegung setzten.

Im 1. und 2. Obergeschoss befinden sich zusätzlich die Gemächer der Müllner und ihrer Knechte sowie Gesellen. Über die Betreiber wurde damals gesagt, sie wären mit dem Teufel im Bunde, da die Dorfbewohner nicht wussten wie die Technologie, die dort untergebracht ist, funktioniert und die Quelle der Lärmbelastung sich nicht erklären konnten. Deshalb standen solche Mühlen außerhalb der Dörfer.

Direkt neben dem Polierwerk steht das Hammerwerk, welches ebenfalls mit Wasserkraft betrieben wird. Genauso wie die andere Außenstelle wurde die Hammermühle erst im 20. Jahrhundert in Theuern wieder aufgebaut. Ein Wasserrad ist direkt an einem ganzer Baumstamm - mit einem Durchmesser von ca. einem Meter - angesetzt, die so genannte Hammerwelle, diese ist mit Zapfen versetzt. Sie drücken die Hämmer durch Hebel Wirkung nach oben und lösen anschließend den Schlag aus.

Zuletzt gibt es noch eine Schmiede mit Schmiedeofen, Amboss, Blasebälgen usw. Bei verschiedensten Festen/Märkten wird dort heutzutage noch gearbeitet.

Andreas Schwarz, FT11d