Schüleraustausch Israel 2018

Israelische Schüler bei uns in Amberg

Endlich war es soweit. Nach fast einem halben Jahr ging der Austausch nun endlich in die zweite Phase. Die Gruppe aus Kiryat Motzkin kam zu Besuch nach Amberg. Nach dem ersten freudigen Wiedersehen ging es für die israelischen Austauschschüler gleich in die Familien.

Am nächsten Morgen erstellten wir im Rahmen eines Videoprojektes an der Schule erste Videoversionen, die wir über die folgenden Tage weiter ergänzten. Danach ging es direkt zum Treffen mit Herrn Martin Preuß, dem zweiten Bürgermeister der Stadt Amberg. Nach einigen motivierenden Worten und einem Bild auf dem Rathausbalkon durften wir uns in das Amberger-Gästebuch eintragen. In der darauffolgenden Freizeit verbrachten wir alle zusammen gemütliche Stunden auf dem Piratenspielplatz.

Am Mittwoch fuhren wir dann zum Konzentrationslager Flossenbürg. Die Führungen wurden sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch gehalten. Danach hielten die Austauschpartner noch eine Zeremonie ab, in der sie ihren Vorfahren gedachten. Im Anschluss daran stand Hirschau mit dem Monte Kaolino auf dem Programm, vor allem die Sommerrodelbahn begeisterte die Israelis.

Donnerstags war ein Kunstprojekt an der Schule geplant. Wir sollten „Typisch Deutsch – Typisch Israelisch“ in Sandbildern darstellen. Nach einigen kreativen Stunden zeigten wir unseren Austauschpartnern noch das Mariahilfbergfest und ließen den Tag letztlich im Kurfürstenbad bzw. an einem See ausklingen.

Den Freitag verbrachten wir in Nürnberg, wo zunächst das Reichsparteitagsgelände auf dem Plan stand. Nach einem Rundgang mit Audioguide im Dokumentationszentrum ging es in die Altstadt. Hier hatten wir ausgiebig Zeit zum Shoppen. Da Freitag, der Sabbat, für die Juden wichtig ist und sie ihn deswegen zusammen verbringen wollten, gab es am Abend noch ein leckeres Büffet im Asia Palast.

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Familie. Ich schloss mich mit anderen deutschen Schülern zusammen und so verbrachten wir einige Stunden in Pottenstein. Die Teufelshöhle und vor allem die Sommerrodelbahn waren für unsere Gäste besonders interessant.

Am Sonntag traten wir die Busfahrt nach Salzburg an. Nach einer Stadtführung durch die wunderschöne Altstadt besuchten wir die Synagoge der dortigen jüdischen Gemeinde. Am frühen Abend fuhren wir nach Berchtesgaden, wo wir eine Nacht in einer Jugendherberge verbrachten.

Einen Tag später ging es weiter zum Dokumentationszentrum Obersalzberg, um mehr über die Bedeutung des Ortes im zweiten Weltkrieg zu lernen. Anschließend besuchten wir München. Dort blieb dann auch noch etwas Zeit zum Shoppen.

Den nächsten Tag verbrachten wir mit einer selbstgestalteten Führung durch die Altstadt von Regensburg und damit, mit unseren Austauschpartnern letzte Geschenke für ihre Familien zu suchen.

Mit dem Mittwoch war der letzte Tag des Austausches gekommen und wir stellten die Ergebnisse unseres Videoprojektes vor. In der Amberger Synagoge wurde uns viel über die hier lebende Gemeinschaft erzählt. Die anschließende Freizeit verbrachten wir als Gruppe in der Bowlingwelt.

Und dann war es bereits kurz vor zwei Uhr Nachts. Es hieß, Abschied zu nehmen (siehe Amberger Zeitung vom 12.07.2018).

Franziska Rubenbauer, FT11c