Wie das Arbeiten in früheren Zeiten wohl war?

Wie das Arbeiten in früheren Zeiten wohl war?

Im Rahmen der Fachpraktischen Ausbildung besuchten die beiden FT11-Klassen das Industrie- und Strommuseum in Theuern inkl. einer informativen Führung durch das 1978 erbaute Museumsgebäude, in dem man anhand originaler Maschinen sehen konnte, wie das Arbeiten in früheren Zeiten ablief.

Im Erdgeschoss befanden sich eine Schleiferei und Mühle sowie die „gute Stube“ des Müllers. In einer Livedemonstration durften die Schülerinnen und Schüler die mechanischen Abläufe der Geräte bewundern. Egal, ob das Schleifen von Glas oder das Mahlen von Getreide, die Arbeitszeit war hart und lang. So mussten die Menschen damals zwischen 12 und 18 Stunden ihre Arbeit ableisten.

Der Beruf des Müllers war ein „unehrenhafter“ Beruf, da die Leute damals noch abergläubisch waren und sich die Funktion der Mühle und den dadurch entstehenden Lärm nicht erklären konnten. Im 1. Stock befanden sich die Schlafräume des Müllers und seinen Gesellen. Dabei fiel vor allem die Größe des Bettes auf: die Leute dachten damals, wenn sie sich ausgestreckt hinlegen, würden sie am nächsten Morgen nicht mehr aufwachen, weshalb sie mehr oder weniger im Sitzen schliefen. Außerdem verfügte der erste Stock noch über eine Polierhalle mit 32 Poliertischen die genau wie alle anderen Maschinen des Hauses über Wasserkraft angetrieben wurden. Dort wurde das Glas mithilfe von Eisenoxid und Wasser glattgeschliffen, poliert und somit für den letzten Schritt der Beschichtung in Regensburg vorbereitet.

Für einen Spiegel musste ein durchschnittlicher Arbeiter circa sieben Jahre sparen wodurch der Aberglaube entstand, dass ein zerbrochener Spiegel sieben Jahre Pech bringt.

In der obersten Etage konnte man trotz andauernder Renovierungsarbeiten das Strommuseum besichtigen, in welchem der Fortschritt der technischen Gerätschaften der letzten 100 Jahre aufgezeigt wurde. Außerdem wurde die Geschichte des Stroms in der Oberpfalz erläutert.

Am Ende der Führung ging es noch zum naheliegenden Hammerwerk, in dem einst drei Hämmer zuerst durch die Kraft des Wassers und später durch eine Dampfmaschine betrieben wurden.

Stefan Albert, Vincenz Hofmann, Niels Eder, Tim Gresch und Peter Parker, FT11a

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