Vielfältige Gefahren durch Suchtmittel

Vielfältige Gefahren durch Suchtmittel

In den Klassen der Berufsvorbereitung (BVJ-k) fand ein umfassender Vortrag zur Suchtprävention statt. Tijana Macura von der Jugendsuchtberatung stellte das freiwillige, vertrauliche Beratungsangebot der Caritas vor und erklärte typische Konsumverläufe: vom Ausprobieren über gelegentlichen und gewohnheitsmäßigen Konsum bis hin zu Problemkonsum und Abhängigkeit. Dabei wurde deutlich, wie stark sich Suchterkrankungen auf den Alltag auswirken können — zum Beispiel durch Konzentrations- und Leistungsabfall in Schule und Beruf, gesundheitliche Beschwerden, Schlafstörungen sowie Konflikte und Entfremdung im sozialen Umfeld. Auch finanzielle Probleme wurden thematisiert.

Besprochen wurden verschiedene Suchtmittel von Alkohol über Cannabis, Ecstasy und Ketamin bis hin zu Nikotin. Die Referentin hob hervor, dass insbesondere Mischkonsum die Risiken deutlich erhöht und dass auch vermeintlich „harmloser“ oder gesellschaftlich akzeptierter Konsum problematisch werden kann. Ein Schwerpunkt lag auf der Konsumreflexion: Die Schülerinnen und Schüler wurden ermutigt, ihr eigenes Verhalten ehrlich zu prüfen und auf erste Warnsignale zu achten — etwa häufiger als geplant zu konsumieren, heimlich zu wirken, ständig an die nächste Gelegenheit zu denken, Pflichten zu vernachlässigen oder Stimmungseinbrüche ohne Konsum zu erleben. Auch übersteigerter Medienkonsum, Essstörungen oder Kaufsucht sind häufig Beratungsthemen der Jugendlichen.

Als Auswege aus problematischem Konsum wurden Beratung und therapeutische Angebote, medizinisch begleitete Entgiftung sowie soziale Unterstützungsmaßnahmen vorgestellt. Prävention im Alltag wurde ebenfalls besprochen: Stressbewältigung, sinnvolle Freizeitgestaltung, klare persönliche Grenzen und ein stabiles soziales Umfeld können Schutzfaktoren sein. Die zentrale Botschaft des Vortrags lautete: Hilfe zu suchen ist ein Zeichen von Stärke, nicht von Schwäche. Für Unterstützung stehen die Schulsozialarbeit und die Caritas-Suchtberatung (Re;sist) als vertrauliche, niedrigschwellige Ansprechpartner zur Verfügung.

Niels John, Alexandra Müller

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