ueTheater Regensburg: "Hier stinkt`s!"

ueTheater Regensburg: "Hier stinkt`s!"

„Hier stinkt´s!“ - so heißt das mobile Theaterstück des „ueTheaters Regensburg“ zum Thema „Mobbing“, welches die vier 11. Sozialklassen der FOS/BOS Amberg im Jugendzentrum Klärwerk Amberg besuchten.

Zum Inhalt: Der Jugendliche Marko wird in seiner Klasse gemobbt - und das schon seit einiger Zeit. Anführerin der Mobbinggruppe ist die Mitschülerin Tine, die die Klasse immer wieder gegen Marko aufbringt und keine Gelegenheit auslässt, ihn vor den anderen dumm dastehen zu lassen. Marko hat deswegen Selbstmordgedanken und versucht diese auch wahr werden zu lassen, hat aber schlussendlich nicht den Mut dazu bzw. möchte nicht zulassen, dass er wegen Tine und den anderen sich selbst umbringen muss. Niemand scheint ihm helfen zu können, seine Peiniger abzuwiegeln. Weder sein Lehrer, welcher Angst vor der Klasse hat noch der Direktor, der bei einem Gespräch mit Marko`s Mutter so tut, als würde es an seiner Schule so etwas wie „Mobbing“ nicht geben. Er verschließt die Augen vor den Tatsachen. Auch Marko`s eigene Versuche, sich den Schikanen seiner Mitschüler - vor allem  denen von Tine -  zu entziehen, scheitern. Er bleibt weiterhin das Klassenopfer. Als letzten Ausweg sieht seine Mutter den Wechsel auf eine andere Schule nach dem Ende des gerade laufenden Schuljahres. Zwischenzeitlich erfährt man, dass auch Tine eine Opferrolle innehat und ebenso wie Marko mit Selbstmordgedanken spielt. Am Ende des Schuljahres, bei der Abschlussfahrt in ein Schloss, versucht Tine sich von einem Turm in den Tod zu stürzen, wird jedoch von Marko in letzter Sekunde aufgehalten. Das Stück endet versöhnlich, jedoch wird deutlich dargestellt, welche psychischen Schäden  jahrelanges Mobbing verursachen kann.

Das Theaterstück, welches mit nur zwei Personen besetzt ist und als Requisiten lediglich zwei Stühle benötigt, zeigt, was Mobbing wirklich ist und wie schwierig es ist, Hilfe zu bekommen bzw. seiner Opferrolle zu entfliehen. Mobbing geht alle etwas an und sollte nicht leichtfertig abgetan werden, da es für viele Mobbingopfer dann schon zu spät ist. Am Ende der Vorstellung durften die Schülerinnen und Schüler an die beiden Darsteller noch Fragen stellen, das Angebot wurde von diesen auch gut angenommen.

Weitere Informationen zum Stück und über das „ueTheater Regensburg“ gibt es unter www.uetheater.de.

Michael Ebner, FS 11d

 

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