„druck“ im Amberger JUZ

„druck“ im Amberger JUZ

Im Rahmen der Fachpraktischen Ausbildung besuchten die Klassen FS11a, FS11b und FS11d das Theaterstück „druck“ im Amberger Jugendzentrum.

In dem rund eineinhalb Stunden andauernden Theaterstück im JUZ Amberg geht es um die zwei Teenager Cynthia und Jörg, die miteinander Apps programmieren. Aufgrund ihrer hervorragenden Fähigkeiten dieses Gebiet betreffend, werden sie bald von einem weiblichen Talent-Scout entdeckt und dazu eingeladen, ihre Programme auf einer großen Tagung in New York vorzustellen. Als sie jedoch dort ankommen, erfährt Cynthia, dass ihr Vater einen schweren Unfall hatte, den er wahrscheinlich nicht überleben werde. Um ihn noch auf dem Sterbebett zu sehen, müssten sie sofort wieder zurückfliegen und die große Chance auf die Messe-Präsentation „sausen“ lassen. Letztendlich entscheiden sie sich, dort zu bleiben. Während der Messe verstirbt Cynthias Vater und sie bekommt keine Gelegenheit mehr, sich von ihm zu verabschieden, was sie später bitter bereut. Im Moment zählt nur ihr beruflicher Erfolg. Es wird ihr aufgrund des großen Talents ein Job bei einer international agierenden Firma angeboten. Jörg entscheidet sich gegen eine Karriere. Das IT-Unternehmen hat einen Chip entwickelt, der am Handgelenk unter die Haut implantiert werden kann und so Smartphones überflüssig macht. Damit sind permanente Kontrolle und Manipulation des Nutzers möglich. Cynthia steigt in der Firma immer weiter auf; währenddessen sich Jörg einer Hacker-Gemeinschaft anschließt und die Server der Firma „knackt“. Hierbei entdeckt er, dass diese mithilfe des Chips die Menschheit total kontrollieren und unterwerfen will. Eine Horrorvision.

Er entführt Cynthia, um ihr die wahren Machenschaften der Firma darzulegen. Zusammen versuchen sie das Treiben zu unterbinden und finden dabei heraus, dass es sich bei den Firmenchefs um „Vampire“, die über den Chip jederzeit Zugriff auf den Träger haben, handelt. Der „Hacker-Angriff“ bleibt aber nicht unbemerkt. Der Sicherheitsdienst versucht fieberhaft, die beiden jungen Leute zu finden. Eine dramatische Verfolgungsjagd beginnt. Letztendlich gelingt es den Beiden zu entkommen – das Ende bleibt jedoch offen. Fest steht aber, dass sie sich für die Freiheit entschieden haben …

Zur Thematik des Stücks – Onlinesucht, Big Data, Leistungsdruck, Selbstoptimierungswahn, Freiheit und Selbstbestimmtheit im realen und virtuellen Leben gab es anschließend eine kurze Diskussionsrunde, in der die Schülerinnen und Schüler noch einmal mit den Darstellern reden konnten.

Besonders faszinierend war, dass das Team nur aus drei Schauspielern und einem Techniker bestand. Diese führten das Theaterstück einwandfrei vor. Geschickt wurde durch wechselnde Hintergrundbilder, Beleuchtungs- und Soundeffekte der Zuschauer ins Geschehen miteinbezogen. Selbst der Zuschauerraum wurde kurzeitig zur Bühne umfunktioniert. Das Stück bot Spannung von der ersten bis zur letzten Minute.

Damit war die Theateraufführung eine erfrischende Abwechslung im normalen Praktikumsalltag und kam bei allen gut an.

Paul Wolfsteiner, FS11d

Zurück