Ausstellung „verehrt – verfolgt – vergessen" am BSZ Amberg

Ausstellung „verehrt – verfolgt – vergessen"

Gegen das Vergessen – für die Erinnerung: Seit 2016 erinnert der bekannteste Deutsche Fußballclub mit der Ausstellung „verehrt – verfolgt – vergessen: Opfer des Nationalsozialismus beim FC Bayern München“ an seine in der Nazizeit verfolgten Mitglieder.

Anfang November machte die Ausstellung am BSZ Amberg Halt, nachdem sie zuvor für zwei Wochen in der Stadtbibliothek zu sehen war. Die Partnerschaft für Demokratie Amberg hatte die Ausstellung in die Stadt geholt. Um die Ausstellung am BSZ Amberg den Schülerinnen und Schülern nahezubringen, hatten sich Andreas Appel und Martin Grill fortgebildet. Sie standen für die Klassen als Ausstellungsführer zur Verfügung.

Die Wanderausstellung der FC Bayern-Erlebniswelt ist in Kooperation mit der Evangelischen Versöhnungskirche der KZ-Gedenkstätte Dachau entstanden. Im Mittelpunkt stehen 56 Vereinsmitglieder, die aus religiösen oder politischen Gründen fliehen mussten oder deportiert wurden. Ihr Weg wird auf einer Weltkarte dargestellt. Neun Biographien werden ausführlich beleuchtet. Sichtbar wird dabei auch die Rolle, die der FC Bayern zu dieser Zeit eingenommen hat.

Unter den Geschichten der neun verfolgten Mitglieder ist beispielsweise der Ehrenpräsident des FC Bayern Kurt Landauer. Dieser hatte wegen seiner jüdischen Herkunft seinen Präsidentenposten bei der Machtübernahme der Nationalsozialisten aufgegeben, um Schaden vom Verein abzuwenden. Er war es auch, der den Verein 1932 zur ersten Deutschen Meisterschaft führte. Sein Leben wurde von der ARD mit Sepp Bierbichler in der Hauptrolle verfilmt.

Neben den anderen Biographien verdeutlicht sein Lebensweg, wie Sport und politische Geschichte unseres Landes miteinander verknüpft sind.

Martin Grill

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