Auf den Spuren Maria Montessoris in Rom

Impulse der Montessori-Pädagogik für Lehrkräfte der FOSBOS Amberg

Am Mittwochnachmittag in der letzten Schulwoche vor Ostern machten sich sieben Lehrkräfte der FOSBOS Amberg für eine Woche auf den Weg nach Rom zur Vertiefung der Montessori-Pädagogik.
Kindergarten- und Schulbesuche fanden in Rom, Perugia und Vasto statt und so erwartete das „Liceo Statale Maria Montessori“ die Lehrkräfte am Donnerstag. Ein Kindergarten, eine Grundschule und eine Sekundarschule werden entsprechend der Prinzipien der Montessori-Pädagogik in diesem Gebäude vereint. Das „casa dei bambini“, 1907 von Montessori eröffnet, liegt im sozial schwachen, römischen Arbeiterviertel San Lorenzo, und war Ausgangspunkt, um sich der italienischen Reformpädagogin und ihrer Lehren zu widmen. Der Kindergarten wird immer noch mit „kleinem” Leben gefüllt und von 22 kleinen Mädchen und Jungen in selbstständiger Weise bespielt.

Das Wochenende stand zur freien Verfügung und Rom wurde auf verschiedenste Art und Weise erkundet: die vatikanischen Museen, das Coloseum mit Forum Romanum, die Caracalla-Thermen, einige Patriachalbasiliken und die Katakombe der Heiligen Agnes. Natürlich tauchten die Teilnehmende auch in die kulinarische Vielfalt des Landes ein.

Der Wochenanfang startete in Perugia mit dem Besuch des „centro internazionale montessori“, das eine Oberschule beherbergt. Dort nahmen die sieben Amberger Lehrkräfte an Unterrichtsstunden in Englisch an der Internationalen bilingualen Schule teil. Abgerundet wurde die Lehrerfortbildung mit theoretischem Inhalt und praktischen Anschauungsbeispielen, vor allem für mathematische Sachverhalte in Kindergarten und Grundschulen. Diese Schulung fand in Vasto statt und eröffnete einen weiteren Einblick in Maria Montessoris pädagogische Ansätze und deren Weiterentwicklung. Zusätzlich erhielten die Lehrkräfte noch einen Sprachkurs in italienischer Sprache.

Viele Erkenntnisse über Wesen und Erziehung von Kindern sind Allgemeingut geworden. Die Lehrkräfte stellten fest, dass Maria Montessori in viele Einrichtungen Einzug gehalten hat - selbst in diejenigen, die nicht ausdrücklich ihren Namen tragen. Der Frontalunterricht ist aufgeweicht, stupide Auswendiglernerei, mit der Frau Montessori selbst noch traktiert wurde, gehören der Vergangenheit an. Zum Abschluss gab es noch einen Sprachkurs in italienischer Sprache.

Georg Hirmer

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