Antisemitismusworkshop in der Amberger Synagoge

Antisemitismusworkshop in der Amberger Synagoge

Manche Probleme in Deutschland und weltweit sollte es im Jahr 2026 eigentlich nicht mehr geben. Dennoch entstehen Vorurteile, Misstrauen und manchmal sogar Hass häufig durch Unkenntnis, Distanz, stereotype Vorstellungen, Falschinformationen und mangelnde Empathie. Um solchen Entwicklungen entgegenzuwirken, sind Information, Sensibilisierung und persönliche Begegnungen besonders wichtig.

Gerade in Deutschland kommt der Auseinandersetzung mit Antisemitismus aufgrund der historischen Verantwortung eine besondere Bedeutung zu. Deshalb stand für die Integrationsvorklasse der FOSBOS Amberg eine besondere Schulveranstaltung auf dem Programm.

Zunächst besuchten die Schülerinnen und Schüler die Amberger Synagoge und erhielten vielfältige Einblicke in das religiöse Leben sowie den Alltag jüdischer Menschen. Dabei entdeckten viele Mitglieder der Klassengemeinschaft, die überwiegend aus orthodoxen Christen und Muslimen besteht, Gemeinsamkeiten mit ihren eigenen religiösen Traditionen und gewannen neue Perspektiven auf das Judentum.

Anschließend fand in den Räumen der Israelitischen Kultusgemeinde ein Workshop zum Thema Antisemitismus statt. Dabei wurden der Begriff und seine historischen Hintergründe erläutert sowie aktuelle Erscheinungsformen thematisiert. Die Schülerinnen und Schüler reflektierten die Bedeutung des Themas und diskutierten anhand aktueller Beispiele die Notwendigkeit eines respektvollen und diskriminierungsfreien Miteinanders.

Es war ein informativer und nachdenklicher Vormittag, der den Beteiligten sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Claudia Müller-Völkl und Eva Scharl

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