Persönliche Entwicklung im Fokus – eine inspirierende Woche in Südtirol

Persönliche Entwicklung im Fokus - eine inspirierende Woche in Südtirol

Manchmal braucht es einen Perspektivwechsel, um zu merken, dass man auf dem richtigen Weg ist – und gleichzeitig noch so viel vor sich hat. Unsere Erasmus+ Reise nach Südtirol war so ein Moment.

Schon die Ankunft am Sonntag fühlte sich besonders an: raus aus dem Alltag, rein in eine Umgebung, die Raum für neue Gedanken lässt. Im Kurtiniger Hof in Kurtinig an der Weinstraße angekommen, ging es am ersten Abend noch nicht um Inhalte im engeren Sinne, sondern um etwas fast Wichtigeres – ein gemeinsames Ankommen, ein erstes Sortieren von Erwartungen, ein leises Öffnen für das, was vor uns liegt.

Die folgenden zwei Tage mit Tobias Rohde hatten es dann in sich. Im Zentrum stand unser Schulfach „Persönliche Entwicklung“ – aber schnell wurde klar, dass es dabei um weit mehr geht als um ein einzelnes Fach. Es geht um Haltung. Um die Frage, wie wir Schule so gestalten können, dass sie junge Menschen wirklich stärkt. Handlungskompetenz wurde dabei nicht nur theoretisch diskutiert, sondern greifbar gemacht: Was brauchen Schülerinnen und Schüler, um sich in einer zunehmend komplexen, digitalen Welt zurechtzufinden? Und welche Rolle spielen wir als Schule dabei?

Ein Gedanke zog sich dabei wie ein roter Faden durch die Gespräche: Wohlbefinden ist keine Nebensache, sondern Grundlage für Lernen. Erst wenn sich Menschen gesehen, sicher und ernst genommen fühlen, können sie ihr Potenzial entfalten. Diese Erkenntnis wurde in diesen Tagen mit neuer Klarheit betrachtet und in vielen Gesprächen weitergedacht – besonders im Kontext der Digitalisierung.

Am Mittwoch öffnete sich dann eine neue Perspektive: der Blick nach außen. In der Landesberufsschule "Savoy" in Meran erlebten wir, wie andere Bildungssysteme mit ähnlichen Herausforderungen umgehen. Der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen war offen, ehrlich und inspirierend.

Der Tag wurde abgerundet durch den Besuch von Schloss Rametz bei Meran – Zeit zum Durchatmen, zum Weiterdenken und für Gespräche abseits des Programms. Oft entstehen genau dort neue Ideen.

Am Donnerstag führte uns der Weg zur Obstgenossenschaft in Meran. Auch hier ging es – in einem anderen Kontext – erneut um digitales Wohlbefinden. Der Blick auf ganz unterschiedliche Arbeitswelten hat gezeigt, wie breit dieses Thema inzwischen verankert ist. Ergänzt wurde der Tag durch Eindrücke aus der Stadt selbst, die den Blick noch einmal geöffnet haben.

Auf der Rückfahrt blieb Zeit für einen Rückblick. Insgesamt waren die Tage in Südtirol fachlich wie persönlich bereichernd. Sie haben bestehende Ansätze im Bereich „Persönliche Entwicklung“ bestätigt und gleichzeitig neue Impulse gegeben. Vor allem aber haben sie gezeigt, wie wichtig es ist, Schule immer wieder gemeinsam weiterzudenken.

Am Ende bleibt eine große Wertschätzung für diese Möglichkeit und die vielen Gespräche und Eindrücke, die diese Woche geprägt haben.

Stefanie Meidinger, Sebastian Schwarz

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